Heute ist der 12.02.2026, und im südlichen Ostallgäu tut sich etwas auf den Straßen. Landrätin Maria Rita Zinnecker hat zusammen mit den Mitarbeitern des Kreisbauhofs die neuen Verkehrsschilder vorgestellt, die ab morgen, Freitag, den 13. Februar 2026, aufgestellt werden. Diese Schilder kennzeichnen die neuen Durchfahrtsverbote, die dazu dienen sollen, den Stau-Ausweichverkehr von der A 7 durch die kleinen Orte in der Region zu verhindern. Das Hauptziel dieser Maßnahme ist es, die Belastung für die Anwohner zu verringern und somit die Lebensqualität in den Gemeinden zu verbessern.
Die betroffenen Strecken liegen in der Region zwischen Nesselwang und dem Grenztunnel Füssen, wo es häufig zu Rückstaus auf der A 7 kommt. Um diese neuen Schilder aufzustellen, sind mehrere Straßenbaulastträger zuständig: Das Staatliche Bauamt Kempten kümmert sich um die Bundes- und Staatsstraßen, während die Tiefbauverwaltung des Landkreises Ostallgäu für die Kreisstraßen verantwortlich ist. Auch die Stadt Füssen und der Markt Nesselwang sind in die Aufstellung der Gemeindestraßen involviert. Die Schilder sollen pünktlich zu den Faschingsferien in Kraft treten, ein Zeitpunkt, der strategisch gewählt wurde, um die Verkehrsbelastung während dieser beliebten Reisezeit zu steuern.
Ein Schritt in Richtung Verkehrsmanagement
Die Schilder für die Durchfahrtsverbote sind inzwischen eingetroffen, und die Aufstellung hat bereits begonnen. Dies ist ein wichtiger Schritt im Rahmen des Verkehrsmanagements im südlichen Landkreis Ostallgäu. Das Ausweichverbot über Nebenstraßen bei Stau am Füssener A7-Grenztunnel wurde von der Behörde kurz vor Weihnachten erlassen. Diese Maßnahmen sind nicht nur lokal von Bedeutung, sondern stehen auch im Kontext einer längeren Geschichte des Verkehrsmanagements, die weit zurückreicht. Bereits im London des 18. Jahrhunderts wurden erste Maßnahmen zur Verkehrsregelung eingeführt, um Staus und Verkehrssicherheit zu verbessern.
Im Laufe der Geschichte hat sich das Verkehrsmanagement erheblich weiterentwickelt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Straßenmarkierungen eingeführt, gefolgt von Verkehrsregeln. Mit dem Anstieg der Privatautos nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine verstärkte Automatisierung der Verkehrsmanagement-Technologien notwendig. Heutige intelligente Verkehrsmanagementsysteme (ITS) zielen darauf ab, den Verkehrsfluss zu optimieren, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Luftverschmutzung zu reduzieren. Diese Systeme nutzen moderne Technologien, um Daten zu sammeln und auszuwerten, was zu einer umfassenderen Überwachung der Straßennutzung führt.
Zukunftsausblick für Ostallgäu
Die aktuellen Maßnahmen im Ostallgäu sind Teil eines Paradigmenwechsels hin zu einem effektiveren Mobilitätsmanagement, das nicht nur den Individualverkehr im Blick hat, sondern auch die Förderung öffentlicher Verkehrsmittel und Fahrrädern im Fokus hat. In der Region wird die Einführung von „Connected ITS“ (C-ITS) angestrebt, das eine Kommunikation zwischen Verkehrsteilnehmern und Infrastruktur ermöglicht und somit auch das automatisierte Fahren unterstützt. Solche Fortschritte könnten in Zukunft einen erheblichen Einfluss auf die Mobilität in der Region haben und die Lebensqualität der Anwohner weiter steigern.
Für weitere Informationen zu den Verkehrsschildern und deren Auswirkungen auf die Gemeinden im südlichen Ostallgäu können Sie den Artikel auf Kreisbote sowie die Allgäuer Zeitung konsultieren.