Im Ostallgäu bahnt sich eine spannende Kommunalwahl an, die am 8. März 2026 stattfinden wird. Die derzeitige Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) hat angekündigt, nach zwölf Jahren im Amt nicht mehr zu kandidieren. Dies eröffnet die Bühne für fünf Kandidaten, die um die Nachfolge kämpfen, darunter auch Andreas Bauer, der als CSU-Landratskandidat ins Rennen geht. Bauer lebt im kleinen Dorf Helmishofen im Markt Kaltental, östlich von Kaufbeuren, und beschreibt seine Heimat mit einem Blick vom Esstisch seines Hauses auf die Straße vor ihm. In seiner Umgebung bewegt sich ein Traktor über den Hof eines landwirtschaftlichen Betriebs, während das Geräusch einer Kettensäge in der Ferne zu hören ist. Diese ländliche Kulisse prägt Bauers Perspektive und seine politischen Ziele.

Mit 44 Jahren ist Andreas Bauer nicht nur Stadtrat, sondern auch Wirtschaftsreferent in Kaufbeuren. In seinem Wahlkampf legt er besonderen Wert auf Themen wie Wirtschaft, Landwirtschaft, Infrastruktur, Daseinsfürsorge, Umweltschutz und Ehrenamt. In Gesprächen betont er die Wichtigkeit von Verbindlichkeit und Zukunftsorientierung. Sein Werdegang hat ihn auf diesen Punkt vorbereitet, und er sieht die Verantwortung für die Zukunft des Landkreises als eine zentrale Motivation für seine Kandidatur. Trotz seines vollen Terminkalenders bleibt wenig Zeit für sein Hobby, das Hobbyschreinern, welches er als Freizeitbeschäftigung betrachtet.

Die Mitbewerber

Neben Bauer treten auch Ilona Deckwerth (SPD), Wolfgang Dröse (AfD), Johannes Erd (Grüne) und Bernd Stapfner (Freie Wähler) zur Wahl an. Deckwerth, 64 Jahre alt, ist Studienrätin und bringt politische Erfahrung aus ihrer Zeit als MdL a.D., Stadträtin und Kreisrätin mit. Ihr Fokus liegt auf Bildungs-, Sozial- und Gesundheitspolitik. Sie setzt sich für bezahlbaren Wohnraum und Inklusion ein und sieht den Wahlkampf als erfüllende Beschäftigung.

Wolfgang Dröse, 35 Jahre alt, ist Stadtrat und kritisiert die bestehenden politischen Strukturen. Sein Hauptanliegen ist das Ende der Massenmigration und die Abschiebung krimineller Ausländer, wobei er sich auch für den Erhalt von Krankenhäusern und Pflegeplätzen einsetzt. Johannes Erd, der jüngste Kandidat mit 29 Jahren, ist Hüttenwirt und gelernter Fachinformatiker. Er möchte die Verwaltung modernisieren und setzt sich für den Ausbau erneuerbarer Energien ein.

Bernd Stapfner, 51 Jahre alt und Polizeibeamter in leitender Funktion, bringt Erfahrung als Gemeinderat und zweiter Bürgermeister mit. Er legt Wert auf Sicherheit, Landwirtschaft, Ehrenamt, Lebensqualität und Tourismus. Für ihn ist direkte Demokratie und die Zusammenarbeit mit den Bürgern von großer Bedeutung.

Der Wahlkampf im Ostallgäu

In einer kürzlich durchgeführten Podiumsdiskussion in Marktoberdorf, die etwa 700 Zuschauer anlockte, hatten die Kandidaten die Gelegenheit, ihre Positionen zu präsentieren. Die Themen reichten von der Zukunft des Tourismus über den Pflegenotstand bis hin zur Migrationspolitik und dem Bau neuer Windparks. Jeder Kandidat hatte 90 Sekunden Zeit für eine Wahlkampfrede, in der Andreas Bauer erneut seine Schwerpunkte auf Wirtschaft, Landwirtschaft und Umweltschutz verdeutlichte.

Die bevorstehende Wahl wird nicht nur den neuen Landrat bestimmen, sondern auch die Zusammensetzung des Kreistags und der Gemeinderäte beeinflussen. Die Herausforderungen, die seit der Kommunalwahl 2020 aufgetreten sind, haben sich weiterentwickelt und werden die Diskussionen prägen, während die Kandidaten um die Wählergunst werben. In diesem Kontext ist es wichtig, die verschiedenen Perspektiven und Ansätze der Kandidaten zu kennen, um eine informierte Entscheidung treffen zu können.

Für detaillierte Informationen über die Kandidaten und ihre Positionen lohnt sich ein Blick in die Berichterstattung, zum Beispiel auf der Website der Allgäuer Zeitung oder dem Kreisboten. Auch die NAG Bayern bietet umfassende Informationen rund um die bevorstehenden Wahlen im Ostallgäu.