Der Kommunalwahlkampf im Ostallgäu steht in vollem Gange und ist mittlerweile in die entscheidende Phase eingetreten. Am Dienstagabend fand im Modeon in Marktoberdorf eine Podiumsdiskussion statt, die von der Allgäuer Zeitung organisiert wurde und etwa 700 interessierte Bürger anzog. Fünf Bewerber um die Nachfolge von Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU), die nach 12 Jahren ihr Amt niederlegt, waren dabei: Andreas Bauer (CSU), Ilona Deckwerth (SPD), Wolfgang Dröse (AfD), Johannes Erd (Grüne) und Bernd Stapfner (Freie Wähler) Allgäuer Zeitung.
Die Diskussion, die rund zwei Stunden dauerte, war lebhaft und von einem fairen Wettbewerb geprägt. Die beiden AZ-Redakteure Stefanie Gronostay und Vitalis Held stellten die Fragen, die vielseitige Themen wie Klimaschutz, die Zukunft des Tourismus und die medizinische Versorgung abdeckten. Jeder Kandidat erhielt zudem 90 Sekunden für eine eigene Wahlkampfrede, in der sie ihre Visionen und Schwerpunkte darlegten.
Die Kandidaten im Fokus
Die Wahl findet am 8. März 2026 statt und der Wähler hat die Möglichkeit, über eine neue Führung des Landkreises für die nächsten sechs Jahre zu entscheiden. Falls nötig, könnte am 22. März 2026 eine Stichwahl stattfinden. Maria Rita Zinneckers Mandatszeit endet am 30. April 2026. Bei der Podiumsdiskussion wurden die folgenden Kandidaten und ihre Positionen vorgestellt:
- Andreas Bauer (CSU), 45 Jahre, Wirtschaftsreferent und Stadtrat in Kaufbeuren. Sein Fokus liegt auf Wirtschaft und Infrastruktur und er betont Verbindlichkeit und Zukunftsorientierung.
- Ilona Deckwerth (SPD), 64 Jahre, Studienrätin, die sich für soziale Gerechtigkeit und Bildung einsetzt. Sie hat politische Erfahrungen als MdL a.D. und ist besonders im Bereich bezahlbarer Wohnraum aktiv.
- Wolfgang Dröse (AfD), 37 Jahre, Rechtsanwaltsfachangestellter. Sein Hauptthema ist eine Wende in der Migrationspolitik und er fordert das Ende der Massenmigration.
- Johannes Erd (Grüne), 29 Jahre, Politikwissenschaftler, der sich für Umwelt- und Jugendpolitik engagiert und eine Modernisierung der Verwaltung anstrebt.
- Bernd Stapfner (Freie Wähler), 51 Jahre, Polizeibeamter und stellvertretender Bürgermeister, der Schwerpunkte auf Sicherheit und Lebensqualität setzt.
Besonders bemerkenswert war, dass Alexander Zellner (FDP) seine Kandidatur zurückgezogen hat und Erwin Gnahm (FD) nicht genügend Unterstützungsunterschriften gesammelt hat, um anzutreten Nag Bayern.
Wesentliche Themen der Diskussion
Die Kandidaten wurden nicht nur zu ihren individuellen Programmen befragt, sondern standen auch im Hinblick auf wichtige Themen wie den Pflegenotstand und den Ausbau neuer Windparks in der Region in der Schusslinie. Hierbei wurde deutlich, dass die Ansichten stark auseinandergehen, was einen spannenden Wahlkampf verspricht. Jeder der Kandidaten sieht sich der Herausforderung gegenüber, die Wähler von ihren Vorstellungen und Lösungen zu überzeugen, insbesondere da die Bürger am 8. März aktiv ihre Stimme abgeben sollen.
Der Ausgang dieser Wahl wird entscheidend sein, nicht nur für die zukünftige politische Ausrichtung des Landkreises, sondern auch für die tägliche Lebensqualität der Menschen im Ostallgäu. Die Bürger sind daher aufgerufen, sich an der Wahl zu beteiligen und ihre Stimme für die Zukunft des Landkreises abzugeben Kreis Bote.



