Der Kommunalwahlkampf im Ostallgäu nimmt Anlauf – mit einem spannenden Schlagabtausch zwischen fünf Kandidaten um die Nachfolge von Landrätin Maria Rita Zinnecker, die nach zwölf Jahren ihr Amt niederlegt. Am 8. März 2026 stehen die Wahlen an, und die Kandidaten haben jetzt die Bühne betreten, um ihre Visionen vorzustellen.
Zu den Kandidaten gehören:
- Ilona Deckwerth (SPD), 64 Jahre, Studienrätin und erfahrene Politikerin mit einem Fokus auf soziale Gerechtigkeit und Bildung.
- Andreas Bauer (CSU), 45 Jahre, Stadtrat in Kaufbeuren und Wirtschaftsreferent, der sich für Wirtschaft und Infrastruktur stark macht.
- Bernd Stapfner (Freie Wähler), 51 Jahre, Polizeibeamter und stellvertretender Bürgermeister, der das Thema Sicherheit in den Mittelpunkt stellt.
- Johannes Erd (Grüne), 29 Jahre, Politikwissenschaftler und Hüttenwirt, der sich für Umwelt- und Jugendpolitik engagiert.
- Wolfgang Dröse (AfD), 37 Jahre, Rechtsanwaltsfachangestellter, der für eine radikale Wende in der Migrationspolitik plädiert.
Podiumsdiskussion im Modeon
Die Kandidaten präsentierten sich kürzlich im fast voll besetzten Modeon in Marktoberdorf, wo etwa 700 Zuschauer die Podiumsdiskussion verfolgten. Diese Veranstaltung behandelte essenzielle Themen wie die Zukunft des Tourismus, den Pflegenotstand und die Migrationspolitik. Eine besondere Stelle nahm die polarisierende Debatte über neue Windparks im Ostallgäu ein, die unterschiedliche Meinungen hervorrief.
Jeder Kandidat hatte im Anschluss 90 Sekunden Zeit, um seine Gedanken in einer Wahlkampfrede zu vertreten. Der Druck wächst, da die WählerInnen am 8. März entscheiden könnten, wer die Geschicke des Landkreises für die nächsten sechs Jahre lenkt – eine Entscheidung, die enormen Einfluss auf die Entwicklung der Region hat. Die nächste Möglichkeit, die Wahl per Stichwahl auf den 22. März 2026 zu erweitern, steht ebenfalls im Raum.
Die Bewerber im Detail
Andreas Bauer, der sich für eine zukunftsorientierte Entwicklung stark macht, betont die Bedeutung von Verbindlichkeit in der Politik. „Ich übernehme Verantwortung für die Zukunft unseres Landkreises“, erklärt er. Ilona Deckwerth hingegen bringt ihre langjährige Erfahrung ein und setzt sich für Anliegen in der Bildungs- und Gesundheitspolitik ein. „Mir liegt der bezahlbare Wohnraum besonders am Herzen“, so ihre Botschaft.
Bernd Stapfner sieht sich als Stimme der Sicherheit und Lebensqualität, während Johannes Erd neue Wege in der Verwaltung sehen möchte und sich für erneuerbare Energien engagiert. Wolfgang Dröse ist dagegen eher polarisiert und lässt kein gutes Haar an der aktuellen Politik der etablierten Parteien, während er kritisch auf die Migration blickt.
Die Mandatszeit von Zinnecker endet am 30. April 2026, und mit dieser Wahl werden die Weichen für die Zukunft des Ostallgäus neu gestellt. Die Bürger und Bürgerinnen des Landkreises sind aufgerufen, sich einzubringen und ihre Stimme abzugeben, um die Richtung, in die sich ihre Heimat entwickelt, aktiv mitzugestalten.
Für weitere Informationen zur Kommunalwahl besuchen Sie die offiziellen Seiten: Allgäuer Zeitung, Kreisboten und Landkreis Ostallgäu.



