Der Forggensee, ein wahres Juwel im Allgäu, ist der größte künstlich angelegte Stausee Deutschlands, und das ist alles andere als neu. Mit seiner beeindruckenden Fläche von 15,2 Quadratkilometern überragt er nicht nur den Edersee (11,8 km²) und die Möhnetalsperre (10,4 km²), sondern bietet auch eine atemberaubende Kulisse vor der malerischen Kulisse des Schlosses Neuschwanstein. Aber was macht diesen See so besonders?

Bei Füssen im Ostallgäu gelegen, erstreckt sich der Forggensee über eine Länge von 8,7 Kilometern und eine Breite von 2,8 Kilometern. Er ist die zweite Staustufe im Verlauf des Lechs und dient nicht nur der Stromerzeugung, sondern auch dem Hochwasserschutz. Am Kraftwerk Roßhaupten werden jährlich etwa 150 Millionen Kilowattstunden Strom produziert – genug, um rund 130.000 Menschen mit Energie zu versorgen, wie die Allgäuer Zeitung berichtet.

Geschichte und Bau des Forggensees

Der Bau des Forggensees begann 1950, und trotz heftiger Proteste von Anliegern war die Baustelle in den frühen 1950er Jahren die größte Europas, mit bis zu 1000 Arbeitern. Abgeschlossen wurde die Bauzeit 1954, was zur Flutung von 32 bewohnten Gebäuden und der Vertreibung von 256 Einwohnern führte. Das geschah, um das ursprüngliche Gebiet des Füssener Sees in einen Speichersee umzuwandeln, der nun auf etwa 780 Meter Höhe über dem Normalnull liegt, wie auch auf Wikipedia zu lesen ist.

Die aktuellen Wasserstände sind immer von Interesse. Stand Anfang April 2026, liegt der Forggensee bei einer Füllhöhe von 775,66 Metern über Normalnull, was ihn kurz vor der Sommersaison auf einen Aufstauumschlag von etwa 780,20 Metern bringt, wie die Allgäuer Zeitung informiert.

Ein Zentrum der Erholung und Freizeit

Die Freizeitmöglichkeiten am Forggensee sind vielseitig. Ob beim Segeln, Surfen, Angeln oder Baden, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Zudem fährt die „MS Allgäu“ und die „MS Füssen“ regelmäßig über die Wellen. Bereits im Winter 2024/2025 war der See mit Wasser gefüllt und bot einen ganz besonderen Anblick – sonst ist er in dieser Zeit meist leer und begehbar.

Der Forggensee ist weit mehr als nur ein Wasserspeicher. Mit seinen zahlreichen Badestellen und Freizeitangeboten ist er auch ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende, die ruhige Stunden in der Natur genießen möchten. Die verdiente Abwechslung vom Alltag findet man hier auf jeden Fall!

Ein Lebensraum mit vielen Facetten

Darüber hinaus ist der Forggensee ein wichtiges Fischereigewässer und bietet verschiedenen Fischarten einen Lebensraum. Seine Sichttiefe kann im Sommer bis zu sechs Meter betragen und ist ideal für Wasservögel. Die Vegetation wird durch die starken Schwankungen des Wasserstandes geprägt, und im Winter kommen Rückhalteflächen ans Licht, die sonst verborgen bleiben.

Ob mit Freunden, Familie oder allein – der Forggensee ist ein Ort, der zum Entdecken einlädt. Die Vielfalt an Aktivitäten und die beeindruckende Landschaft machen ihn zu einem Muss für jeden, der sich in der Region aufhält. Schauen Sie vorbei und erleben Sie, was der größte Stausee Deutschlands alles zu bieten hat!