In der ruhigen Landschaft des Ostallgäus tut sich etwas: Bernd Stapfner, ein 52-jähriger Lokalpolitiker aus der Nähe der Ostallgäuer Berge, hat seine Ambitionen als Landratskandidat der Freien Wähler im Landkreis Ostallgäu verkündet. Bei klarer Sicht kann Stapfner den Säuling und den Aggenstein von seinem Zuhause aus erblicken, was ihn immer wieder an die Schönheit seiner Heimat erinnert. Bisher lebte er 14 Jahre in Pfronten, wo er auch seine Frau kennenlernte, und ist nun fest entschlossen, bei den Kommunalwahlen Anfang März 2026, das Amt zu übernehmen und den Landkreis voranzubringen.
Die offizielle Nominierung fand am 25. September 2025 im Gasthof Walburg in Ruderatshofen statt. Dort erhielt Stapfner eindeutige Rückendeckung: 35 Stimmberechtigte gaben ihm ihre Stimmen, und über 100 Gäste applaudierten begeistert. Seine politische Karriere begann er in der CSU, doch im Juli 2025 vollzog er den überraschenden Wechsel zu den Freien Wählern. Bei seiner Präsentation als Landratskandidat unterstrich er, dass ihm die politische Richtung seiner ehemaligen Partei nicht mehr zusagte.
Politische Perspektiven und Engagement
Stapfner bringt bereits umfangreiche Erfahrung mit: Seit 2014 ist er im Gemeinderat von Wiedergeltingen aktiv und hat sich seit fünf Jahren als Zweiter Bürgermeister einen Namen gemacht. Bei der Wahlveranstaltung betonte er, dass er ein Praktiker und Pragmatiker sei, der großen Wert auf Miteinander und aktives Zuhören legt. Diese Eigenschaften möchte er in seine zukünftige Amtsführung einbringen.
Die Versammlung war nicht nur eine politische Plattform, sondern auch ein Ort des Austauschs. Sprachbeiträge kamen unter anderem von MdL Bernhard Pohl und Brigitte Schröder, die die amtierende Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) scharf kritisierten und die Notwendigkeit eines Wandels in der Verwaltung unterstrichen. Stapfner selbst ist als stellvertretender Dienststellenleiter der Grenzpolizei am Flughafen Memmingen bestens vernetzt und möchte seine Fachkenntnisse vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Lärmschutz und Verkehr einbringen. Er legt großen Wert auf nachhaltige Lösungen, die die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Natur vereinen.
Den Abend übernahm der Musikverein Blonhofen mit musikalischen Darbietungen, während Johanna Hofbauer mit einer kabarettistischen Einlage für heitere Stimmung sorgte. Damit wurde die Veranstaltung nicht nur zu einem politischen Treffen, sondern zu einer feierlichen Zusammenkunft der Gemeinschaft. Die Kombination aus engagierten Rednern und unterhaltsamen Acts schuf eine positive Atmosphäre, die den Anwesenden gute Laune bereitete und den Kurs für die kommenden Wahlen festigte.
Bernd Stapfner ist bereit, für seine Visionen zu kämpfen. Er setzt auf Zusammenarbeit und das Zuhören von Bürgeranliegen, um im Ostallgäu echte Veränderungen herbeizuführen. Es wird spannend zu sehen, wie sich die politische Landschaft im Landkreis entwickelt und welchen Einfluss sein Wechsel zu den Freien Wählern letztendlich haben wird.