Am Sonntag, den 8. März 2026, heißt es in Bayern wieder: Wählen gehen! Die bevorstehenden Kommunalwahlen bieten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, ihre Stimme für neue Gesichter und bewährte Kräfte abzugeben, sei es für die Gemeinde- und Stadträte, den Oberallgäuer Kreistag, Bürgermeister oder Landrat. In den südlichen Regionen des Oberallgäus stehen zahlreiche Kandidaten bereit, um die politischen Geschicke zu lenken. So Allgäuer Zeitung informiert über die aussichtsreichsten Bewerber:
- Thomas Eigstler (CSU, Wiggensbach)
- Michael Finger (ÖDP, Oberstdorf)
- Christina Mader (Grüne, Immenstadt)
- Wolfgang Plach (AfD, Altusried)
- Matthias Schemann (SPD, Betzigau)
- Christian Wilhelm (Freie Wähler, Sonthofen)
Aktuell bekleidet Indra Baier-Müller das Amt der Landrätin für die Freien Wähler, und es bleibt spannend, ob einer der Herausforderer sie im kommenden Wahlgang ablösen kann. Die Fläche des Oberallgäus erstreckt sich über 1.527,97 Quadratkilometer und ist bekannt für seine atemberaubende Natur mit Höhepunkten wie dem Nebelhorn und der Breitachklamm.
Wahlverfahren und Briefwahl
Doch was ist, wenn man am Wahlsonntag nicht direkt ins Wahllokal gehen kann? Eine Lösung bieten die Briefwahlunterlagen! Oberallgäu erklärt, dass man diese schriftlich oder persönlich beim jeweiligen Wahlamt beantragen muss. Ab dem 16. Februar 2026 sind die Unterlagen verfügbar, und sie müssen bis spätestens Freitag, den 6. März 2026, um 15 Uhr beantragt werden. Wer in Ausnahmefällen wie Krankheit kurzfristig noch einen Wahlschein braucht, kann diesen bis zum Wahltag anfordern.
Um sicherzustellen, dass der Wahlbrief am Sonntag um 18 Uhr beim Wahlamt eingeht, raten die Gemeinden, den Brief rechtzeitig zu versenden. Interessanterweise können auch Personen ab 16 Jahren Unterlagen für andere abholen, wenn sie dafür eine Vollmacht haben.
Das Wahlsystem im Überblick
Ein entscheidendes Element der Kommunalwahlen ist das Wahlsystem selbst. Die Sitzverteilung erfolgt nach dem Verfahren von Sainte-Laguё/Schepers, wobei die Gesamtstimmenzahlen der Wahlvorschläge durch ungerade Zahlen geteilt werden, um die Sitze zu verteilen. Eine detaillierte Erläuterung dazu bietet das Bayerische Staatsministerium für Inneres, StMI. Bei gleichen Ansprüchen entscheidet die höhere Stimmenzahl; im schlimmsten Fall kommt das Los zum Einsatz. Das System sorgt dafür, dass jeder Sitz gerecht verteilt wird und alle Stimmen zählen.
Das diesjährige Wahlsystem wird bei einer Gemeinde mit 7.000 Einwohnern deutlich, die insgesamt 20 Gemeinderatssitze zur Verfügung stellt. Damit wird die Wahl zu einem wichtigen Teil des bayerischen Politgeschehens, der die Weichen für die lokale Zukunft stellt.
Wer in der Region aktiv gestalten möchte, sollte also genau hinsehen, sich gut informieren und am 8. März seine Stimme abgeben. Nur so bleibt die Demokratie lebendig, und man hat die Chance, Einfluss auf die eigenen Lebensverhältnisse zu nehmen.