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Am vergangenen Sonntag fanden im Oberallgäu die Kommunalwahlen statt, die einen neuen Kreistag für das Jahr 2026 wählten. Die Ergebnisse zeigen ein spannendes Bild der politischen Landschaft in der Region. Die CSU bleibt zwar die stärkste Kraft, musste jedoch einen Rückgang ihrer Sitze hinnehmen. Mit 31 Prozent der Stimmen erzielte die CSU 22 Sitze im neuen Kreistag, was einen Verlust von zwei Mandaten im Vergleich zu 2020 bedeutet. Dies ist der niedrigste Wert seit 1952 für die CSU bei Kommunalwahlen in Bayern, die insgesamt 32,5 Prozent der Stimmen erhielt (minus 1,9 Prozentpunkte) und in den bayerischen Kreistagen künftig 1.817 Sitze hat, 120 weniger als zuvor. Die Wahlbeteiligung betrug 67,9 Prozent und zeigt ein gewisses Interesse der Bevölkerung an der politischen Mitgestaltung.

Die Freien Wähler konnten sich hingegen als zweitstärkste Kraft mit 23,9 Prozent und 17 Sitzen behaupten, was einen Gewinn von einem Sitz im Vergleich zu 2020 bedeutet. Die Grünen mussten eine deutliche Niederlage einstecken, sie fielen auf 14,7 Prozent und somit auf zehn Sitze, was einen Verlust von vier Sitzen darstellt. Die AfD hingegen hat sich stark gesteigert und verzeichnete ein Plus, indem sie von zwei auf acht Sitze zulegte und 11,4 Prozent der Stimmen erhielt, was einem Anstieg von 8,7 Prozentpunkten entspricht. Auch die Liste Junges Oberallgäu (LJOA) kann sich über einen neuen Sitz freuen und kommt nun auf sechs Sitze.

Ein Blick auf die anderen Parteien

Die SPD bleibt bei drei Sitzen, während die FDP mit zwei Sitzen vertreten ist. Die gemeinsame Liste aus ödp und Unabhängigen Bürgern hat einen Sitz verloren und hat nun nur noch einen Sitz im Kreistag. Neu im Kreistag ist Die Linke, die mit einem Sitz einzieht. Der neue Kreistag wird nun von 18 Frauen und 52 Männern gebildet, wodurch der Frauenanteil weiterhin niedrig bleibt. Bemerkenswert ist, dass bei den Grünen der größte Frauenanteil zu verzeichnen ist: Sechs von zehn Sitzen werden von Frauen besetzt.

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Ein weiterer Punkt, der die Wahlen im gesamten Freistaat Bayern betrifft, ist, dass die Wahlbeteiligung im Vergleich zu den letzten Wahlen gestiegen ist, von 58,7 auf 63,4 Prozent. Während die CSU, Freie Wähler und AfD in den bayerischen Kommunalwahlen zulegten, verzeichneten die Grünen und die SPD teils drastische Verluste. Die Grünen fielen auf 13,6 Prozent, ein Rückgang um 3,9 Punkte im Vergleich zu 2020, und die SPD erreichte mit 12,3 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei Kommunalwahlen in Bayern.

Ausblick auf die Stichwahl

Die Wahl brachte auch die Ankündigung einer Stichwahl am 22. März mit sich, die über den neuen Landrat und den Vorsitz im Kreistag entscheiden wird. Diese Wahlen werden mit Spannung erwartet, da sie den weiteren politischen Kurs im Oberallgäu maßgeblich beeinflussen könnten. Die Ergebnisse der Kreistagswahlen sind vorläufig und gelten als zuverlässig, sofern die Unterschiede nicht minimal sind. Interessierte können die Ergebnisse der Wahlen zu (Ober-)Bürgermeisterinnen und (Ober-)Bürgermeistern sowie Landrätinnen und Landräten über die Software Votegroup oder manuell ergänzt durch das Unternehmen 23° verfolgen.

Für weiterführende Informationen zu den Kommunalwahlen und den Ergebnissen in Bayern können Sie die Berichterstattung auf Kreisboten sowie auf Tagesschau und BR verfolgen.