Heute ist der 16.02.2026 und im Oberallgäu hat sich eine bemerkenswerte Bewegung etabliert, die sich der Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung verschrieben hat. Laurena Grill aus Fischen hat einen neuen Bezirk des Netzwerks Foodsharing ins Leben gerufen, um gegen die Verschwendung von Lebensmitteln aktiv zu werden. In den letzten sieben Jahren hat sich diese Initiative zu einer beeindruckenden Gemeinschaft mit rund 185 Ehrenamtlichen entwickelt. Über 36.000 Einsätze wurden durchgeführt, und mehr als 800 Tonnen Lebensmittel wurden vor der Vernichtung gerettet. Dies ist ein klarer Beweis dafür, dass gemeinschaftliches Engagement einen großen Unterschied machen kann. Laurena Grill gab kürzlich die Leitung von Foodsharing Oberallgäu ab und würdigte einen Immobilienbesitzer aus Sonthofen, der Foodsharing sechs Jahre lang kostenlos einen Laden zur Verfügung stellte. Diese Unterstützung ist für die Bewegung von unschätzbarem Wert gewesen.
Die Idee hinter Foodsharing ist es, Lebensmittel, die abgelaufen sind oder nicht dem Normen entsprechen, vor der Tonne zu bewahren. Im Allgäu gibt es mehrere Einrichtungen, die sich ebenfalls für dieses Ziel engagieren. Zu den bekannten Beispielen gehören der „Fairteiler Kempten“ und der „Retterling“ in Sonthofen, die Lebensmittel anbieten, die im regulären Handel nicht mehr verkauft werden dürfen. Diese Einrichtungen spielen eine wichtige Rolle, indem sie Lebensmittel zur Verfügung stellen, die sonst ungenutzt bleiben würden. Auch der Essenskorb in Pfronten ist eine wertvolle Ergänzung und bietet einen Lieferservice an, der den Zugang zu geretteten Lebensmitteln erleichtert.
Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung
Ein zentraler Aspekt von Foodsharing und ähnlichen Initiativen ist die Möglichkeit, Lebensmittel von Veranstaltungen, wie etwa abgesagten Firmenfeiern, abzugeben. Dadurch wird nicht nur Lebensmittelverschwendung verringert, sondern auch das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum gestärkt. Eine interaktive Karte zeigt zudem, wo sich Foodsharing-Läden in der Nähe befinden, sodass interessierte Bürger leicht Zugang zu den geretteten Lebensmitteln bekommen können.
Foodsharing hat in den letzten Jahren nicht nur im Oberallgäu, sondern auch in anderen Regionen an Bedeutung gewonnen. Der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung ist nicht nur eine lokale Herausforderung, sondern ein globales Problem, das dringend angegangen werden muss. Initiativen wie Foodsharing sind ein Schritt in die richtige Richtung und zeigen, dass jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann. Das Engagement der Ehrenamtlichen ist bewundernswert und zeigt, dass gemeinschaftliche Anstrengungen eine positive Wirkung auf die Gesellschaft haben können. Es bleibt zu hoffen, dass solche Bewegungen weiterhin wachsen und inspirieren, um eine nachhaltigere Zukunft zu schaffen.
Für weitere Informationen über die Foodsharing-Bewegung im Oberallgäu und deren Erfolge, können Sie den Artikel in der Allgäuer Zeitung nachlesen. Auch die NEZ Allgäu bietet interessante Einblicke in die verschiedenen Einrichtungen, die sich gegen Lebensmittelverschwendung engagieren.



