Heute ist der 13.04.2026 und im Landkreis Oberallgäu, Bayern, steht ein wichtiges Event vor der Tür. Am 15. April 2026 wird hier der Blitzermarathon stattfinden, der Teil einer europaweiten Verkehrssicherheitsaktion ist. Diese Veranstaltung beginnt um 6 Uhr morgens und dauert 24 Stunden bis zum Donnerstagmorgen. Das Polizeipräsidium Schwaben Nord beteiligt sich aktiv und wird zahlreiche Messstellen im Landkreis einrichten, um Geschwindigkeitsübertretungen zu kontrollieren.

Die geplanten Messstellen im Landkreis Oberallgäu sind vielfältig und betreffen sowohl innerstädtische als auch ländliche Bereiche. In Kempten beispielsweise werden der Aybühlweg 67 und die Lindauer Straße 35 kontrolliert, beide mit einem Tempolimit von 30 km/h. Oberstdorf wird ebenfalls stark überwacht, mit mehreren Kontrollpunkten, die Tempolimits von 30 bis 70 km/h haben. Auch in Orten wie Fischen i. Allgäu, Bad Hindelang und Sonthofen werden Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Hintergrund dieser Aktion ist die beunruhigende Zahl von 37 Todesfällen durch Verkehrsunfälle in Nordschwaben im Jahr 2025, was die Dringlichkeit und Notwendigkeit solcher Maßnahmen unterstreicht. Weitere Details sind auf der Webseite der B4B Schwaben zu finden.

Speedweek und ihre Bedeutung

Der Blitzermarathon ist nicht die einzige Initiative, um auf die Gefahren von Geschwindigkeitsübertretungen aufmerksam zu machen. Parallel dazu findet in vielen Regionen Deutschlands eine sogenannte „Speedweek“ statt, die auf die Risiken überhöhter Geschwindigkeit hinweist. Fast alle Bundesländer beteiligen sich an dieser Aktion, wobei der Fokus auf unfallträchtigen Strecken, Baustellen sowie Straßen vor Schulen und Krankenhäusern liegt. Die Kontrollen sind umfassend und finden sowohl auf Autobahnen als auch innerorts statt. In Bayern, Baden-Württemberg und Brandenburg liegt der Schwerpunkt auf dem Blitzermarathon am Mittwoch, während andere Bundesländer von Montag bis Sonntag kontrollieren.

Die Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen sind klar definiert: Bußgelder, Punkte in Flensburg und eventuell ein Fahrverbot drohen den Übeltätern. Interessanterweise wird in den meisten Regionen nicht vorab bekannt gegeben, wo genau die Kontrollen stattfinden. In Bayern hingegen wird eine interaktive Karte veröffentlicht, die den Verkehrsführenden zusätzliche Informationen bietet. Zudem ist die Nutzung von Blitzer-Apps während der Fahrt verboten, was bei Verstößen mit einem Bußgeld von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet wird. Auch andere europäische Länder wie Tschechien und Kroatien beteiligen sich an dieser Aktionswoche, die vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk Roadpool koordiniert wird. Doch die Wirkung solcher Blitzermarathons ist umstritten: Eine Studie der Universität Passau zeigt, dass temporäre Kontrollen nur kurzfristige Regelbefolgung bewirken.

Zukunftsausblick

Für Verkehrssicherheit ist es entscheidend, das Bewusstsein für die Gefahren schnellen Fahrens zu schärfen und die Einhaltung von Tempolimits langfristig zu verbessern. Die nächste Kontrollwoche in Deutschland ist für den Zeitraum vom 3. bis 9. August geplant, und auch hier wird mit einer Vielzahl von Maßnahmen zu rechnen sein. Es bleibt abzuwarten, ob die Verkehrsteilnehmer durch diese regelmäßigen Kontrollen tatsächlich sensibilisiert werden und ob die Zahlen der Verkehrsunfälle sinken.

Zusammenfassend ist der Blitzermarathon im Landkreis Oberallgäu ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Sicherheit auf unseren Straßen. Die Kombination aus lokaler und nationaler Initiative zeigt, dass die Verkehrssicherheit eine gemeinsame Verantwortung ist. Jeder ist gefordert, sich an die Regeln zu halten und somit seinen Teil zur Sicherheit im Straßenverkehr beizutragen.