Gemeinsam für die Wärmewende: Nürnberger Land startet klimafreundlichen Plan!

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Röthenbach, Schwaig, Rückersdorf und Leinburg planen gemeinsam die Wärmeversorgung. Informationsveranstaltungen zur Nachhaltigkeit ab 26. Sept. 2025.

Röthenbach, Schwaig, Rückersdorf und Leinburg planen gemeinsam die Wärmeversorgung. Informationsveranstaltungen zur Nachhaltigkeit ab 26. Sept. 2025.
Röthenbach, Schwaig, Rückersdorf und Leinburg planen gemeinsam die Wärmeversorgung. Informationsveranstaltungen zur Nachhaltigkeit ab 26. Sept. 2025.

Gemeinsam für die Wärmewende: Nürnberger Land startet klimafreundlichen Plan!

Die Region Nürnberger Land zeigt tatkräftiges Engagement für eine zukunftsorientierte Wärmeplanung. In einem bemerkenswerten Schritt haben die Gemeinden Röthenbach, Schwaig, Rückersdorf und Leinburg beschlossen, gemeinsam die Herausforderungen der Wärmeversorgung anzugehen. Diese vier Kommunen haben in ihren letzten Stadtrats- und Gemeinderatssitzungen einstimmig dem Vorhaben zugestimmt. Die Verwaltungen sind nun beauftragt, die nächsten Schritte zu planen, um eine nachhaltige Energieversorgung zu sichern und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Die Rahmenbedingungen für die geplante Wärmeversorgung sind jedoch nicht einfach. In diesen Gemeinden sind Wärmenetze nur eingeschränkt möglich, da es an geeigneten Flächen mangelt. Zudem gibt es angrezenden Staatsforst und geschützte Natur- und Landschaftsgebiete, die bauliche Maßnahmen erschweren. Daher denken die Verantwortlichen über dezentrale Lösungen nach, um die Wärmeversorgung dennoch zu optimieren. In Röthenbach arbeiten verschiedene Akteure sogar zusammen, um Genossenschaften zu gründen, die alternative und nachhaltige Wärmeversorgungskonzepte umsetzen wollen.

Nachhaltigkeitswoche und Dialogprozesse

Ein Höhepunkt wird die bevorstehende 1. Nachhaltigkeitswoche im Nürnberger Land sein, die vom 26. September bis 5. Oktober veranstaltet wird. Hierbei werden wichtige Themen wie Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz sowie Klimaanpassung behandelt. Die Kommunen sind gespannt auf die Rückmeldungen der Bürger und auf die Ideen, die daraus hervorgehen könnten.

Parallel dazu hat die Bundesregierung einen bundesweiten Stakeholder-Dialog zur Wärmeplanung ins Leben gerufen. Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, und Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, haben diesen Dialog initiiert, um die Umsetzung der Wärmeplanung vor Ort zu unterstützen. Dieser Dialogprozess soll bis ins Frühjahr 2025 dauern und richtet sich an alle relevanten Akteure, von Kommunen über Verbände bis hin zu interessierten Bürgern. Bundeswirtschaftsministerium hebt hervor, dass die Kommunen am besten wissen, was vor Ort notwendig ist und was sie vom Bund benötigen, um den Transformationsprozess zu bewerkstelligen.

Ziele der Wärmeplanung

Ein zentrales Anliegen des Wärmeplanungsgesetzes (WPG), das am 1. Januar 2024 in Kraft tritt, ist die Reduktion des CO2-Ausstoßes. Die Wärmeversorgung in Deutschland, die über 50% des Endenergieverbrauchs ausmacht, wird derzeit überwiegend durch fossile Brennstoffe gedeckt. Zukünftig soll die Wärmeversorgung vermehrt auf erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme setzen. Um das zu ermöglichen, wird eine strategische Planung durch die Kommunen gefordert.

Ziel ist es, eine kosteneffiziente und klimafreundliche Wärmeversorgung zu gewährleisten. Das Gesetz zur Wärmeplanung sieht klare Vorgaben für die Erstellung und Implementierung von Wärmeplänen vor und stellt insgesamt bis 2028 500 Millionen Euro zur Unterstützung der kommunalen Wärmeplanung zur Verfügung. BMWSB informiert, dass kleinere Gemeinden vereinfachte Verfahren nutzen können, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Ab 1. März 2025 müssen neue Wärmenetze mindestens 65% der Nettowärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien oder Abwärme speisen. Diese umfassenden Planungen sollen dazu beitragen, die bestehenden Wärmenetze zu modernisieren und langfristig vollständige fossilfreie Wärmenetze bis 2045 zu erreichen.

Insgesamt zeigt sich: Die Wärmeplanung in der Region Nürnberger Land nimmt Fahrt auf, und mit einer klaren Strategie sowie intensiver Bürgerbeteiligung wird ein Schritt in eine nachhaltigere Zukunft unternommen.