Was tut sich im Nürnberger Land? Ganz viel Positives, denn das Bündnis für Familie hat gerade seine Jahrestagung abgehalten. Am 4. Dezember 2025 öffnete Landrat Armin Kroder die Veranstaltung in der Lebenshilfe Nürnberger Land in Schönberg. Über 50 Mitglieder kamen zusammen, um an dieser bedeutenden Zusammenkunft teilzunehmen, die sich dem wichtigen Thema der Familienfreundlichkeit widmete. Wie n-land.de berichtet, gab Annette Zimmermann, die Leiterin des Bündnisses, einen spannenden Überblick über die Aktivitäten des Jahres 2025 und stellte zukünftige Projekte vor.

Das Bündnis verfolgt ambitionierte Ziele: Der Landkreis soll familienfreundlicher werden, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefördert und die Familienkompetenz generationsübergreifend gestärkt werden. Ein echtes Herzensanliegen, wie auch die Bundesfamilienministerin Karin Prien bestätigte, als sie das Bündnis in diesem Jahr als „Ausgezeichnetes Bündnis“ würdigte.

Ein abwechslungsreiches Programm

Ein Highlight der Tagung war das Showcooking, bei dem Vertreter aus der Wirtschaft über Familienfreundlichkeit diskutierten. Angela Ringlein stellte das Projekt Elterntalk vor, bei dem 45 Gesprächsrunden stattfinden konnten, die über 300 Teilnehmende anzogen. Ehrenamtliche waren aktiv und moderierten Gespräche zu erziehungsspezifischen Themen, oft mehrsprachig, um möglichst vielen Familien eine Stimme zu geben.

Das Bündnis plant zudem, bewährte Angebote wie die Babysitter-Ausbildung und die betrieblich gestützte Ferienbetreuung fortzuführen. Die Schulferiendatenbank soll ebenfalls am Leben erhalten werden, und die Mitwirkung im Arbeitskreis „Familie ist bunt“ bleibt ein zentraler Punkt der Arbeit.

Unterstützung und Zusammenarbeit

Darüber hinaus haben drei neue soziale Einrichtungen die Charta für Familienfreundlichkeit unterzeichnet: das Evangelische Bildungswerk NAH, die Freiwilligenagentur Altdorf und die Firma Bock 1. Das zeigt, dass das Thema Familienfreundlichkeit in vielen Bereichen Anklang findet.

Ein besonderes Augenmerk galt den Maßnahmen der Lebenshilfe Nürnberger Land. Dennis Kummarnitzky, der dort für das Konzept „Familienfreundlichkeit als gelebte Unternehmenskultur“ verantwortlich ist, erklärte die Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle, interne Coachings sowie digitale Angebote, die für einen positiven Unternehmenskultur sorgen. „Familienfreundlichkeit ist Teil unseres Selbstverständnisses als sozialer Arbeitgeber“, betont Kummarnitzky.

Ein weiteres spannendes Statement kam von Zhaleh Kammel vom Netzwerkbüro Erfolgsfaktor Familie. Sie hob hervor, dass Familienfreundlichkeit einen strategischen Vorteil im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte darstellt. Flexibilität und eine familienbewusste Unternehmenskultur steigern die Motivation sowie die Loyalität der Mitarbeitenden – und das ist in der heutigen Zeit Gold wert!

Für all jene, die sich fragen, was in der Region auch sonst noch geboten wird: Der Landkreis hat bereits zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen, um als familienfreundlicher Standort zu glänzen. Hier stehen nicht nur die Unternehmen im Fokus, sondern auch die verschiedenen Akteure, wie beispielsweise Schulen und soziale Einrichtungen. Das zeigt, dass Familienfreundlichkeit längst kein Zusatzangebot mehr, sondern ein selbstverständliches Ziel für viele ist.

Insgesamt verdeutlichte die Jahrestagung, dass im Nürnberger Land ein gutes Händchen für die Belange der Familien an den Tag gelegt wird. Die Maßnahmen und Initiativen zeigen, dass es nicht nur um redliche Worte geht, sondern um handfeste Taten, die unseren Landkreis noch lebenswerter machen.