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Heute ist der 25.02.2026 und die Stadt Nürnberg steht vor einem spannenden Schritt in der Verbesserung ihres öffentlichen Nahverkehrs. Die U-Bahn-Linie U2 könnte bald bis nach Reichelsdorf verlängert werden. Eine aktualisierte Nutzen-Kosten-Untersuchung hat gezeigt, dass dieses Gesamtprojekt wirtschaftlich tragfähig ist. Der Stadtrat hat bereits am 25. Februar 2026 die nächsten Planungsschritte beschlossen und die Stadt hat das Projekt für das Bauinvestitionscontrolling angemeldet.

Die Verlängerung der U2 bis Reichelsdorf könnte mit Kosten von rund 309 Millionen Euro verbunden sein. Besonders bemerkenswert ist das Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,14, das deutlich macht, dass diese Erweiterung nicht nur finanziell sinnvoll ist, sondern auch die Fördervoraussetzungen erfüllt. Ein Antrag auf Fördermittel von Bund und Land wird bereits gestellt, und die Liniengenehmigung wird bei der Regierung von Mittelfranken beantragt. Dies ist ein entscheidender Schritt, da nur Projekte mit einem höheren Nutzen als Kosten Förderung erhalten können.

Geplante Strecke und neue Stationen

Die geplante Strecke wird südlich des bestehenden U-Bahnhofs Hohe Marter beginnen und über Eibach bis nach Reichelsdorf verlaufen. Dabei sind mehrere neue Stationen vorgesehen, darunter:

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  • Röthenbach Ost am Röthenbacher Landgraben
  • Eibach Nord an der Kreuzung Hafenstraße/Weißenburger Straße/Eibacher Hauptstraße
  • Eibach Süd an der Neuburger Straße
  • Reichelsdorf Nord an der Weltenburger Straße

Die Namen der Bahnhöfe sind vorläufig und können sich im weiteren Verlauf des Projekts noch ändern. Die Trassenführung wird durch geologische und bauliche Bedingungen bestimmt, und die Strecke soll überwiegend unterirdisch verlaufen, wobei die Bahnhöfe in offener Bauweise errichtet werden.

Wirtschaftliche Aspekte und gesellschaftlicher Nutzen

Die wirtschaftliche Tragfähigkeit dieser U-Bahn-Verlängerung ist besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass eine Voruntersuchung zwischen 2013 und 2015 die Verlängerung als wirtschaftlich untragbar eingestuft hatte. Die verbesserten Bewertungsgrundlagen seit 2015 und die erneute Untersuchung im Jahr 2022 haben jedoch die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Projekts bestätigt. Die Stadt Nürnberg hat daher erste Gespräche mit Fördermittelgebern geführt, um die Finanzierung weiter zu klären.

Die Initiative zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs ist nicht nur lokal relevant, sondern spiegelt auch eine größere Bewegung wider. Laut einer Studie des Zukunftsclusters „MCube“ unter Leitung der TU München, im Auftrag der DB-Initiative „Zukunft Nahverkehr“, bringt jeder in den ÖPNV investierte Euro der deutschen Volkswirtschaft einen Nutzen von drei Euro. In Deutschland beträgt der jährliche Betriebskosten des ÖPNV rund 25 Milliarden Euro, während dieser für etwa 75 Milliarden Euro Wertschöpfung pro Jahr verantwortlich ist. Dies verdeutlicht, wie wichtig eine gut ausgebaute Infrastruktur für den Einzelhandel, den Tourismus und den Arbeitsmarkt ist.

Die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs in Nürnberg

Die Erweiterung der U2 ist also nicht nur eine lokale Verbesserung, sondern ein Schritt in die richtige Richtung für die gesamte Region. Pendler und mobilitätseingeschränkte Menschen werden von der schnelleren, zuverlässigeren und barrierefreien Anbindung an die Innenstadt profitieren. Die Stadt Nürnberg erarbeitet derzeit eine Entwurfsplanung für die Streckenführung und es stehen weitere Planungsschritte sowie Genehmigungsverfahren an. Der genaue Termin für den Baubeginn ist bislang noch nicht festgelegt.

Insgesamt sind die Fortschritte bei der Verlängerung der U2 ein positives Zeichen für die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs in Nürnberg und ein Beispiel dafür, wie durchdachte Investitionen in die Infrastruktur sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche Vorteile bringen können. Für weiterführende Informationen zu ähnlichen Projekten und deren wirtschaftlichem Einfluss, kann die vollständige Studie unter diesem Link eingesehen werden.