In Nürnberg tut sich was in Sachen Verkehr! Die aktuellen Verkehrszählungen zeigen, dass das Verkehrsaufkommen in der Stadt weiterhin unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie bleibt. Laut einem Bericht der Stadt Nürnberg, der jüngst dem Verkehrsausschuss präsentiert wurde, sind die Zahlen für Juli 2025 vielversprechend: Der Pkw-Verkehr ist stabil, während der Radverkehr leicht zurückgegangen ist. Konkrete Zahlen belegen, dass der Kraftfahrzeugverkehr an der Stadtgrenze um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, jedoch immer noch 12,5 Prozent unter dem Stand von 2019 liegt.
Im Detail zeigt die Verkehrszählung, dass die Anzahl der gezählten Fahrzeuge in Nürnberg bei ungefähr 152.100 innerhalb von 16 Stunden lag, was einen Rückgang des Autoverkehrsanteils am Gesamtverkehr von 38 Prozent auf 33 Prozent bedeutet. Dies ist eine direkte Konsequenz der verstärkten Homeoffice-Nutzung: Die Verkehrsmenge ist im Vergleich zu den Jahren vor Corona um bis zu 20 Prozent zurückgegangen.
Radverkehr und seine Entwicklung
<pDer Rückgang im Radverkehr ist ebenfalls ein spannendes Thema. So wurden an wichtigen Einfallstraßen ein Minus von 24,2 Prozent und auf den Pegnitzbrücken ein Rückgang von 7,9 Prozent festgestellt. Trotz dieser Zahlen bleibt die Bedeutung des Radverkehrs im Stadtgebiet nicht unbeachtet. Nahezu 48 Prozent der Radfahrenden nutzen Pegnitzquerungen ohne Kfz-Verkehr. Dies hat dazu geführt, dass der Anteil des Radverkehrs auf den Pegnitzbrücken in den letzten zehn Jahren von 17,5 auf 18,4 Prozent gestiegen ist. Die Stadt plant, den Ausbau sicherer und komfortabler Radwege weiter voranzutreiben.
Die Verkehrszählungen wurden von rund 270 Schülerinnen und Schülern an 120 Zählstellen im Stadtgebiet durchgeführt. Der Einfluss des Wetters war an den Zähltagen ebenfalls nicht zu unterschätzen, da Regenwetter oft die Wahl der Verkehrsmittel beeinflusst.
Öffentlicher Nahverkehr auf dem Vormarsch
<pEin Lichtblick kommt aus dem Bereich des öffentlichen Nahverkehrs. Die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen sind gestiegen, was durch die Einführung neuer Straßenbahnlinien und das Deutschlandticket begünstigt wurde. Die Bevölkerung, die aktuell bei circa 546.886 Einwohnern liegt, zeigt eine zunehmende Bereitschaft, das Auto stehen zu lassen.
Mit über 303.560 angemeldeten Kraftfahrzeugen in der Stadt ist der Autobesitz hoch, doch die Nutzung hat sich drastisch verändert. Der innerstädtische Autoverkehr ist seit 2019 um 22,6 Prozent gesunken. Die Werte an den Zuläufen zur Rothenburger Straße und Schwabacher Straße zeigen ebenfalls einen Rückgang, was auf den Erfolg der Verkehrswende hinweisen könnte.
<pUm den Fahrzeugverkehr weiter zu reduzieren und die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu fördern, wird auch die neue U-Bahn-Verbindung nach Gebersdorf als Alternative gesehen. Ein Planning, das die Mobilität in der Stadt grundlegend verändern könnte. Hier wird deutlich: Nürnberg ist auf einem guten Weg, die Verkehrsströme zu optimieren und den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden.
Für mehr Informationen zu den erhobenen Daten und den Trends in der Verkehrspolitik können Sie den Stadt Nürnberg und NXRN besuchen.