In der Metropolregion Nürnberg tut sich eine Menge in der Autozulieferbranche! Wie der Wiesentbote berichtet, erhält das Netzwerkprojekt transform_EMN eine unerwartete Verlängerung der Förderzusage seitens des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Bis ins Jahr 2026 fließen rund 1,6 Millionen Euro in die Förderung dieses zukunftsweisenden Vorhabens. Damit sollen die rund 100.000 Beschäftigten der lokalen Autozulieferer, die vor Herausforderungen und Chancen im Wandel zur E-Mobilität stehen, optimal unterstützt werden.
Das Projekt wird von der Metropolregion Nürnberg in engem Zusammenspiel mit der Wirtschaftsförderung Nürnberg koordiniert. Wissenschaftliche Partner wie das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB) sowie der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) der Universität Erlangen-Nürnberg bringen ihre Expertise ein. Besonders spannend ist, dass der Lehrstuhl FAPS nicht nur sein Wissen über transformationsgerechte Produktion und künstliche Intelligenz (KI) bereitstellt, sondern auch konkrete Angebote zur Qualifizierung von Mitarbeitenden zur Verfügung stellt.
Technologische Entwicklung und Unterstützung für die Branche
Wer denkt, dass der Wandel zur E-Mobilität nur eine Herausforderung darstellt, der irrt! Auch die regionalen Unternehmen nutzen diesen Anlass, um sich neu aufzustellen. Eine Untersuchung von IW Consult im Auftrag der IHK Nürnberg zeigt, dass der Anteil der Unternehmen, die in Zukunft in sogenannten „Chancenfeldern“ tätig sind, von 11% im Jahr 2020 auf voraussichtlich 17% im Jahr 2024 steigt. Der Hintergrund: Das Verbot von Neuwagen mit Benzin- oder Dieselmotor ab 2035 drängt Unternehmen auf einen tiefgreifenden Wandel.
Im Rahmen von transform_EMN haben Unternehmen nun die Möglichkeit, Technologien für eine digitale und klimaschonende Produktion zu testen – ein Angebot, das direkt auf die Herausforderungen wie Planungssicherheit und hohe Energiekosten reagiert. Die IHK Nürnberg erweitert dazu ihr Veranstaltungsangebot um Themen wie digitale Fertigung, Cybersicherheit und humanoide Robotik, um so der Branche das nötige Rüstzeug an die Hand zu geben.
Gemeinsam in die Zukunft
Die Zusammenarbeit spielt eine zentrale Rolle. Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft werden nicht nur angestoßen, sondern auch aktiv gefördert. Beschäftigte und Betriebsräte werden durch Initiativen, die u.a. von DGB und IG Metall unterstützt werden, bestens informiert und beraten. Eine Fachkräftekampagne mit dem Titel „Gestalte heute, wer du morgen sein willst“ motiviert die Mitarbeiter dazu, aktiv am Transformationsprozess teilzunehmen.
Ein Zielbild, welches das Netzwerk erstellt hat, gibt unter dem Motto „Zukunft transform_EMN 2035“ wertvolle Handlungsempfehlungen für die regionale Zulieferindustrie. Der Branchengipfel „Zukunftswerkstatt Automotive Metropolregion Nürnberg“ wird im kommenden Jahr 2026 wieder stattfinden und verspricht, interessante Impulse für die Entwicklung der Branche zu setzen.
Während der Übergang zur E-Mobilität also Fahrt aufnimmt, bleibt die Entwicklung zur Sicherstellung der Beschäftigung in der Metropolregion ein heißes Eisen. Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass 50% der Unternehmen mit Standorten im Ausland einen Anstieg der Beschäftigten an diesen Standorten erwarten. Nur 16% sehen eine positive Entwicklung in der Metropolregion Nürnberg. Es bleibt zu hoffen, dass die positiven Impulse aus Projekten wie transform_EMN das Blatt wenden können.
Die Zeit bleibt spannend – und die Metropolregion Nürnberg steht gewappnet, um den Herausforderungen nicht nur entgegenzuwirken, sondern auch die anstehenden Chancen zu ergreifen. Ein BEWEGUNG – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in den Köpfen! Wer sich weiter informieren möchte, findet umfangreiche Daten und Umfragen bei der Stadt Neumarkt und dem IHK Magazin.



