Am 10. März 1922 wurde Hans Eckstein in Altenstadt bei Neustadt an der Waldnaab geboren. Er wuchs in einem großen Familienverband mit seinen drei Schwestern und drei Brüdern auf. Schon früh begann er eine Ausbildung zum Kristallglasschleifer, doch sein Leben nahm mit dem Einzug zur Wehrmacht im Oktober 1940 eine dramatische Wendung. Von 1941 bis zu seiner schweren Verletzung 1944 war er in Tripolis im Kriegseinsatz. Diese Verletzung führte dazu, dass er seinen linken Arm nicht mehr ausstrecken konnte und somit seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben konnte.
Nach dem Krieg fand Hans Eckstein eine neue berufliche Herausforderung als Berufskraftfahrer. Am 1. April 1947 trat er dem VdK bei, einer Organisation, die sich für die Belange von Menschen mit Behinderung und sozial Benachteiligten einsetzt. Zu diesem Zeitpunkt gab es in Inzell noch keinen Ortsverband, und so trug er zur Gründung und Entwicklung des VdK in seiner Region bei. Von 1967 an führte er eine Tankstelle zwischen Stuttgart und Ulm, die sich unter seiner Leitung zu einer Vorzeigetankstelle entwickelte.
Engagement im VdK
Im Jahr 1970 zog Hans Eckstein nach Inzell und wurde Mitglied beim VdK-Ortsverband. 1986 wurde er zum 2. Vorsitzenden gewählt und übernahm 1988 kommissarisch die Leitung des Ortsvereins, nachdem der damalige Vorsitzende zurückgetreten war. 1990 wurde er schließlich zum 1. Vorsitzenden gewählt. Unter seiner Leitung stieg die Mitgliederzahl des VdK-Ortsverbandes Inzell von 174 auf 467, was den Verband zum drittgrößten im Kreisverband Traunstein machte. Sein unermüdlicher Einsatz wurde 1994 mit der silbernen Ehrennadel des VdK Deutschland gewürdigt, und 1998 wurde er Ehrenvorsitzender.
Hans Eckstein war nicht nur ein leidenschaftlicher Organisator; er kümmerte sich um die Gemeinschaft, indem er jährlich Ausflüge organisierte, die von den Mitgliedern sehr gut angenommen wurden. Beispiele seiner Ausflüge sind Touren zum Rhein und zur Mosel 1995, ins Erzgebirge 1996 und in den südlichen Schwarzwald 1997. Auch nach seinem Rückzug aus der Vorstandschaft blieb er dem VdK bis zum Schluss eng verbunden.
Ein Vorbild für viele
Hans Ecksteins Lebenswerk spiegelt den Geist des Ehrenamts wider, das im VdK mit rund 60.000 ehrenamtlich Engagierten in Deutschland stark verankert ist. Die Aktion „Alles geht zusammen“ zeigt den Zusammenhalt innerhalb des VdK und betont, wie wichtig das Engagement für eine solidarische Gesellschaft ist. Ehrenamtliche wie Frank Lauxtermann, Laura Schmidt und viele andere setzen sich dafür ein, Menschen zu helfen und soziale Gerechtigkeit zu fördern, ganz in der Tradition von Hans Eckstein.
Sein Engagement und seine Lebensgeschichte sind nicht nur inspirierend, sie zeigen auch, wie wichtig es ist, sich für andere einzusetzen und eine Gemeinschaft zu bilden. Im VdK-Kreisverband Traunstein gibt es nur noch fünf Mitglieder mit einer ähnlichen Mitgliedsdauer, was die außergewöhnliche Hingabe und Beständigkeit von Hans Eckstein unterstreicht.
Für weitere Informationen über das Ehrenamt im VdK und die Vielfalt der engagierten Menschen, die sich täglich für soziale Belange einsetzen, besuchen Sie bitte diese Seite.
In Erinnerung an Hans Eckstein bleibt sein Lebenswerk ein leuchtendes Beispiel für die Kraft des Ehrenamts und die Bedeutung von Gemeinschaft und Solidarität. Möge sein Erbe auch künftige Generationen inspirieren.



