Zukunft der Landwirtschaft: BBV-Besprechung in Neumarkt begeistert!
Gemeinsame BBV-Mitgliederversammlung in Neumarkt: Erfolge der Landwirtschaft und Zukunftsgestaltung am 8. Januar 2026.

Zukunft der Landwirtschaft: BBV-Besprechung in Neumarkt begeistert!
Am 8. Januar 2026 trafen sich im Gasthaus Michl in Oberleinsiedl die Vertreter der BBV-Kreisverbände Amberg-Sulzbach und Neumarkt zur ersten gemeinsamen Mitgliederversammlung. Unter dem Leitsatz „Unsere Landwirtschaft, unsere Stimme, unverzichtbar für die Region. Gemeinsam Verantwortung tragen und die Zukunft gestalten“ diskutierten die Anwesenden aktuelle Herausforderungen und Errungenschaften der Landwirtschaft. Bedeutende Persönlichkeiten wie BBV-Generalsekretär Carl von Butler und der Landtagsabgeordnete Harald Schwartz belegten die Wichtigkeit des Engagements der Landwirte für die Region. Auch die Kreis- und Bezirksbäuerin Rita Götz sowie die BBV-Geschäftsführerin Yvonne Stolpmann waren unter den Teilnehmern, die sich diesem wichtigen Anliegen widmeten.
Carl von Butler konnte bei dieser Gelegenheit auf einige Erfolge des vergangenen Jahres zurückblicken. Die Wiedereinführung der Agrardiesel-Rückvergütung wurde besonders positiv aufgenommen. Ab 2026 erhalten die bayerischen Landwirte eine Rückvergütung von 21,48 Cent pro Liter Agrardiesel. Dies war eine zentrale Forderung des Bauernverbandes und wird voraussichtlich rund 80 bis 90 Millionen Euro an Steuerentlastung jährlich in Bayern bringen. Zudem wird die Rückvergütung auch auf gleichgestellte Energieerzeugnisse ausgeweitet. Diese Maßnahmen sollen helfen, die Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe zu stärken und sie im Wettbewerb mit anderen EU-Staaten zu unterstützen, wie verbaende.com berichtet.
Herausforderungen und Engagement
Doch nicht nur Erfolge standen auf der Agenda. Es wurde auch Kritik an dem Agrarteil des EU-Mercosur-Freihandelsabkommens laut, der als unfair für die europäische Landwirtschaft empfunden wird. Einhellig wurde betont, dass die Bäuerinnen und Bauern eine aktive Rolle in der Kommunalwahl 2026 übernehmen sollten, um die Zukunft des ländlichen Raums mitzugestalten. Yvonne Stolpmann hob das Engagement der Ehrenamtlichen in Amberg und Neumarkt hervor und ermunterte dazu, politisch sichtbar zu werden.
Besonders wichtig war den Rednern die Rolle des Ehrenamts im BBV. Erika Loos ermutigte dazu, Herausforderungen offensiv anzupacken und sich aktiv an den Entscheidungen zu beteiligen. MdL Harald Schwartz und Bürgermeister Albert Geitner riefen zur Zuversicht im Hinblick auf die bevorstehenden Herausforderungen auf. Michael Gruber, Kreisobmann, erblickte durch die 23 Schüler im Berufsgrundschuljahr eine positive Zukunft für die Landwirtschaft, was in Anbetracht des demografischen Wandels ein Lichtblick ist.
GAP-Reformen und deren Auswirkungen
Die letzte Versammlung fand auch im Kontext der laufenden Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) statt. Diese zielt nämlich nicht nur auf wirtschaftliche Aspekte ab, sondern auch auf den Natur- und Umweltschutz. Dabei müssen sich die Betriebe an neue Regeln anpassen, denn viele Vorgaben der vorherigen Förderperiode, wie das Greening, hatten sich als wenig effektiv erwiesen. Die neue Förderperiode von 2021 bis 2027 setzt stärker auf ökologische Ziele und sieht Evaluierungen vor. Vor diesem Hintergrund sind die aktuellen Erfolge und Initiativen umso wichtiger, um die Betriebe in dieser Übergangszeit zu stützen, wie das Bundesamt für Naturschutz schlüssig festhält.
Die erste Mitgliederversammlung der BBV-Kreisverbände verdeutlichte, wie sehr es der Landwirtschaft am Herzen liegt, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Mit Verantwortungsbewusstsein und Tatkraft blicken die vertretenden Landwirte in die Zukunft und sind bereit, die Herausforderungen anzunehmen und Chancen zu ergreifen.