In der Nacht von Sonntag auf Montag hat ein schwerer Lkw-Unfall auf der A3 zwischen Neumarkt und Neumarkt-Ost den Verkehr zum Stillstand gebracht. Rund um 1.30 Uhr geriet ein Sattelzug aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse ins Schleudern und krachte gegen eine Betongleitwand. Wie nn.de berichtet, musste das Führerhaus des Fahrzeugs nach dem Unfall mit schwerem Gerät, einschließlich eines Autokrans, geborgen werden.

Die Autobahn war ab 5.45 Uhr vollständig gesperrt, und Umleitungsstrecken konnten aufgrund des starken Schneefalls anfangs nicht befahren werden. Erst ab 7.15 Uhr war die Umleitung wieder befahrbar und der Verkehr wurde umgeleitet, nachdem die Straßen geräumt waren. Die Feuerwehr Neumarkt übernahm die Sicherung der Unfallstelle, und Unterstützung kam vom THW Neumarkt sowie von Parsberg. Gegen 8.45 Uhr war der Einsatz erfolgreich abgeschlossen und die Unfallstelle war geräumt. Glücklicherweise blieb der 50-jährige Fahrer des Sattelzugs unverletzt.

Wintereinbruch und Erhöhung der Unfallzahlen

Der Unfall ist nicht der einzige Vorfall, der die Polizei am Montagmorgen in der Oberpfalz beschäftigte. Corralisiert durch das Sturmtief „Elli“ und die winterlichen Straßenverhältnisse kam es zwischen 22.30 Uhr und 7 Uhr zu 24 registrierten Glätteunfällen, die überwiegend mit Sachschaden endeten. Eine Person musste sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden. Auch oberpfalz24.de berichtet, dass auf der A3 ein größerer Unfall die Strecke vorübergehend vollständig gesperrt hat, und es gab auch einen weiteren Unfall mit Personenschaden auf der Staatsstraße 2160 bei Moosbach.

Die Polizei weist darauf hin, dass in der gesamten Oberpfalz zahlreiche Unfälle registriert wurden, mit insgesamt 60 Verkehrsunfällen im Zuständigkeitsbereich. Die Unfälle verteilten sich über diverse Landkreise, dabei wurden am häufigsten die Landkreise Neumarkt und Regensburg betroffen. In Neumarkt ereigneten sich neun Unfälle, in Regensburg sechs. Besonders hervorzuheben ist ein Vorfall, bei dem ein Pkw in Kumpfmühl in einen Stromverteilerkasten rutschte, was zu Stromausfällen in mehreren Haushalten führte.

Sicher unterwegs im Winter

Die winterlichen Straßenverhältnisse machen das Autofahren zur Herausforderung. Daher ist es wichtig, umsichtig zu fahren und die gewohnten Verkehrsregeln an die Wetterbedingungen anzupassen. Die TÜV-Verbandsmitteilung empfiehlt, vor der Fahrt das Fahrzeug gründlich von Eis und Schnee zu befreien und auf Winterreifen zu achten. Zudem sollte man die Geschwindigkeit anpassen, denn bei Glätte verlängert sich der Bremsweg erheblich – auf Schnee um das drei- bis vierfache und auf Glatteis sogar um das fünf- bis siebenfache.

Die Polizei rät Autolenker:innen außerdem, genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einzuhalten, eine vorausschauende Fahrweise zu praktizieren und im Zweifelsfall die Fahrt ganz zu vermeiden, wenn die Bedingungen schlecht sind. „Auch Fußgänger und Radfahrer sollten sich an die winterlichen Gegebenheiten anpassen und auf gute Sichtbarkeit achten“, so die Experten.

Angesichts der anhaltenden winterlichen Wetterbedingungen ist es an der Zeit, ein gutes Händchen zu haben und die Hinweise der Polizei ernst zu nehmen, um sicher ans Ziel zu kommen.