Ein unerwarteter Vorfall sorgte am späten Abend des 6. Dezember 2025 für Aufregung auf dem Main-Donau-Kanal in Bayern. Ein Passagierschiff, das mehr als 130 Fahrgäste an Bord hatte, kollidierte mit einer Brücke, während es in eine Schleuse bei Dietfurt einfahren wollte. Wie Antenne.de berichtet, war das Steuerhaus des Schiffes nicht ordnungsgemäß eingezogen, was zu dem unglücklichen Zusammenstoß führte.

Bei dem Vorfall blieb die Besatzung von 40 Mitgliedern sowie alle 137 Passagiere unverletzt. Dennoch wurde die Brücke, die den Main-Donau-Kanal bei Fürth überspannt, stark beschädigt. Die Schäden werden auf mehrere 10.000 Euro geschätzt, was in dieser Region durchaus hohe Wellen schlägt. Zunächst ist unklar, wie es mit den Passagieren weitergeht, da das Schiff aufgrund des Schadens nicht mehr fahren darf. Der Betreiber muss hier schnell eine Lösung finden, um die Reisenden zu betreuen.

Großeinsatz von Rettern

Die Situation löste einen Großeinsatz von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW) und Wasserrettung aus. Knapp 70 Einsatzkräfte durchsuchten den Kanal und das Ufer, da anfangs unklar war, ob Personen ins Wasser gefallen waren. Glücklicherweise konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden: Eine Überprüfung der Liste ergab, dass alle Passagiere und Crewmitglieder wohlauf waren. Laut dem Polizeipräsidium Mittelfranken war es der Kapitän, der die Höhe des Schiffes nicht korrekt an die Brücke angepasst hatte. Auch mögliche Optionen zur Anpassung blieben ungenutzt, was die Frage aufwirft, ob alle Sicherheitsvorkehrungen beachtet wurden.

Etwa zwei Stunden nach dem Zusammenstoß konnte das beschädigte Schiff seine Fahrt endgültig fortsetzen. Dennoch bleibt der Hauptverkehrsweg auf dem Main-Donau-Kanal während der Untersuchung des Vorfalls gesperrt. Am Donnerstag ist außerdem eine Überprüfung der Stabilität des „Fürberger Stegs“ angesagt, welcher die Ortsteile Unterfürberg und Oberfürberg verbindet, um langfristige Schäden zu vermeiden.

Ein Blick auf frühere Vorfälle

Vorfälle wie dieser werfen ein Schlaglicht auf die Sicherheit auf Wasserstraßen. Die letzten Monate zeigen, wie schnell etwas schiefgehen kann. Berichte über ähnliche Vorfälle wurden in der Vergangenheit häufig dokumentiert; so geschehen auch bei anderen Schiffsniedergängen und Unfällen auf Seen und Kanälen. Ein Beispiel ist der Untersuchungsbericht des Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung über das Festkommen der PARANA auf der Ems im Dezember 2022, der ähnliche Sicherheitsfragen aufwirft. Weitere Anlassfälle sind hier aufgelistet.

Die Ereignisse am Main-Donau-Kanal sollten als ernsthafte Mahnung dienen, die Sicherheit auf den Wasserwegen zu erhöhen und die Schulung des Personals zu intensivieren. Nur so kann solch ein Vorfall in Zukunft vermieden werden.