Was liegt an im Landkreis Neumarkt? So manche Kuriosität! Besonders auffällig sind die Ortsnamen, die oft Geschichten erzählen und zum Schmunzeln anregen. NN berichtet, dass es im Kreis Neumarkt gleich mehrere schillernde Namen gibt, die den direkten Bezug zu ihrer Umgebung oder historischen Begebenheiten aufzeigen. Pollanten zum Beispiel ist „Bohnenland“ auf Bayerisch und verleiht dem Ort einen besonders gelungenen Bezug zu seiner landwirtschaftlichen Prägung. Stierbaum hingegen wird als ein staubiges Dorf beschrieben – auch nicht ohne Charme!
In Pilsach soll ein garstiger Korn-Kobold sein Unwesen treiben. Wenn das nicht zum Schmunzeln anregt! Der Artikel zeigt eindrucksvoll, wie es solche Eigenheiten in den bayerischen Dialekt und die lokale Geschichte geschafft haben. Dabei gibt es in den tieferliegenden Ursprüngen dieser Namen viel zu entdecken.
Eine Geschichte der Siedlungen
Was die Entwicklung dieser Orte betrifft, merkt man rasch, dass hinter Neumarkt eine vielschichtige Geschichte steckt. Die Gründung als „neuer Markt“ verweist auf eine strategische Lage an einer wichtigen Fernhandelsstraße, die Neumarkt zu einem bedeutenden Anlaufpunkt machte. Neumarkt.de berichtet, dass die erste Siedlung wohl im 12. Jahrhundert entstand, als sich die Handelswege verlagerten. Einmal war die Stadt auch ein wichtiger Verbindungspunkt zwischen Nürnberg und Regensburg.
Die Steinerne Brücke, die 1146 fertiggestellt wurde, stellt den einzigen festen Donauübergang zwischen Ulm und Wien dar. Dies hatte hohe Bedeutung für die Kaufleute, weshalb auch die Erstnennung Neumarkts in einem Dokument von Kaiser Friedrich II. aus dem Jahr 1235 auf die Verleihung von Zollfreiheit für die Kaufleute hinweist. Die Stadt war in dieser Zeit unter dem Schutz des Reiches und erhielt bald darauf zahlreiche Rechte, die auch die Bürger begünstigten.
Ortsnamen und ihre Bedeutung
Verfolgt man die Spuren der Ortsnamen weiter, so findet man im Historischen Ortsnamenbuch von Bayern zahlreiche interessante Deutungen und Erklärungen. Das Dokumentationswerk sorgt für einen sprichwörtlichen Blick hinter die Kulissen der Namenshistorie – und das seit den 1940er Jahren. Die verschiedenen Bände behandeln dabei die ganz unterschiedlichen Siedlungsstrukturen in den Regionen Altbayern, Franken und Schwaben.
Einige Bände sind bereits veröffentlicht, während andere noch in Arbeit sind. Wer sich für die Herkunft von Namen wie Stierbaum oder Pilsach interessiert, findet hier eine wahre Schatztruhe an Informationen, die das bayerische Kulturerbe lebendig halten. Zudem gibt es zahlreiche Lexika, die sich auf die jeweilige regionale Geschichte und die Bedeutung der Ortsnamen spezialisieren.
Die Eigenheiten und Auffälligkeiten der bayerischen Orte laden dazu ein, sie näher kennenzulernen und ihre erkenntnisreichen Geschichten zu entdecken? Ein Rundgang durch die Region könnte der Beginn einer spannenden Entdeckungsreise sein!