Neumarkt in der Oberpfalz hat es wieder einmal geschafft: Die Stadt wurde mit einem Sonderpreis im bundesweiten Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“ ausgezeichnet. Dies geht aus einem Bericht von Neumarkt Aktuell hervor. Der Preis würdigt die Neugestaltung des Weltladens „Weltwinkel 360°“, der zu einem echten Treffpunkt für faire Produkte und Austausch geworden ist.
Die feierliche Preisverleihung fand im historischen Münchener Rathaus statt, wo insgesamt 13 Städte, Gemeinden und Landkreise aus ganz Deutschland mit Auszeichnungen geehrt wurden. Neumarkt darf sich über ein Preisgeld von 10.000 Euro freuen. Der Wettbewerb, der alle zwei Jahre stattfindet, wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) organisiert. In diesem Jahr haben sich 92 Kommunen aus 13 Bundesländern beworben – ein wahrhaft spannender Wettbewerb!
Engagement für den fairen Handel
Doch was macht Neumarkt so besonders? Die Stadt ist Initiatorin der Fairen Metropolregion Nürnberg und engagiert sich bereits seit Jahren im fairen Handel. Dazu gehört die enge Partnerschaft mit der südafrikanischen Stadt Drakenstein, aus der unter anderem Wein und Senf in den Weltladen gelangen. Drakenstein wurde 2020 zur ersten Fairtrade City Südafrikas ernannt – dank der Impulse aus Neumarkt. Im Weltladen „Weltwinkel 360°“ finden regelmäßig Veranstaltungen mit Live-Zuschaltungen von Produzenten aus Drakenstein statt, was den direkten Austausch und die Beziehungen stärkt.
Ein Blick auf die Ziele des fairen Handels zeigt, dass es hier um viel mehr geht als nur um gute Preise. Der faire Handel fördert die Gerechtigkeit im internationalen Handel und sorgt dafür, dass Produzenten in Entwicklungsländern, wie beispielsweise Kaffeebauern in Kolumbien, faire Löhne für ihre Arbeit erhalten. Dies wiederum ermöglicht Investitionen in nachhaltige Praktiken und soziale Projekte, wie Faster Capital erklärt.
Ein Meilenstein in der fairen Handelsgeschichte
Die Auszeichnung ist nicht Neumarkts erstes Lob in diesem Kontext. Bereits 2019 sicherte sich die Stadt den ersten Platz im Wettbewerb. Die grundlegenden Prinzipien des fairen Handels – Transparenz, Respekt und ökologisch nachhaltige Praktiken – sind in der Arbeitsweise des Weltladens tief verankert. Hier wird nicht nur verkauft, sondern auch vermittelt, dass fairer Handel eine nachhaltige Lösung für viele Herausforderungen darstellt.
Für die Neumarkter ist der Weltladen ein Ort der Begegnung und des Austauschs, der darüber hinaus eine wichtige Rolle als Multiplikator für Engagement und Bewusstsein in der Gemeinde spielt. Ein richtig gutes Geschäft für alle Beteiligten, in dem soziale Verantwortung an oberster Stelle steht!
Insgesamt zeigt die Auszeichnung Neumarkts, wie wichtig es ist, sich gemeinsam für eine gerechtere und nachhaltigere Welt einzusetzen. Was bleibt, ist die Frage: Wer greift die Ideen und Anregungen Neumarkts auf und bringt sie in anderen Städten zum Blühen?