In Neuburg und Schrobenhausen bringt die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) frischen Wind in den Kommunalwahlkampf 2026. Am 10. November 2025 hat die Partei eine Nominierungsversammlung abgehalten und stellt bei der nächsten Kommunalwahl erstmals eine Liste für den Kreistag auf. Mit einem klaren Fokus auf den Gemeinwohlgedanken und der Verantwortung gegenüber natürlichen Ressourcen nimmt die ÖDP eine bewusste Position ein.

Die Aufstellungsversammlung verlief harmonisch und einstimmig. Die Kandidaten trugen ihre Anliegen vor, darunter auch der Neuzugang Michael Wittmair, der an Position acht auf der Liste platziert ist. Insgesamt umfasst die Liste 20 Personen, angeführt von Holger Geißel. Der Rückblick auf die Kommunalwahl 2020 zeigt, dass die ÖDP um 8 Prozent zulegen konnte und in mehreren Rathäusern, darunter eine stellvertretende Landrätin, vertreten ist. In Bayern hat die ÖDP aktuell mehr Mandate als die FDP und die Linke, was die Vorbereitungen für die kommende Wahl nur umso wichtiger macht berichtet die ÖDP.

Ein umfangreiches Wahlprogramm

Die Themen der Versammlung sind vielfältig und zeugen von einem tiefen Engagement. Die ÖDP ist gegen den Bau einer zweiten Donaubrücke in Neuburg und unterstützt laufende Klagen, um die Natur zu schützen. Außerdem setzen sich die Kandidaten für die Renaturierung von Mooren ein und fordern Aufklärung über die PFAS-Belastung im Grundwasser, die als „Umweltskandal erster Güte“ bezeichnet wird. Dr. Toralf Becher, eines der Gesichter der Partei, hat sich klar für eine fahrradfreundlichere Stadt ausgesprochen und lehnt dabei die kontrovers diskutierte Brücke durch den Auwald ab.

Zudem werden in der Versammlung Themen wie Hochwasserschutz in Schrobenhausen, die Sicherstellung der Verfügbarkeit des Kreiskrankenhauses sowie die Arbeitsbedingungen für Hebammen besprochen. Auch die versprochene Schule in Heinrichsheim steht auf der Agenda. Gemeinderäte wie Anna und Matthias Reil unterstützen die ÖDP-Aktivitäten und engagieren sich im Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Dies zeigt, dass die Partei sowohl lokal als auch überregional aktiv ist und ihre Stimme für eine nachhaltige und faire Politik erhebt.

Finanzierung im Kommunalwahlkampf

Ein besonders wichtiger Aspekt im Wahlkampf ist die Finanzierung. Um politische Abhängigkeiten zu vermeiden, wird der anstehende Kommunalwahlkampf ohne Konzernspenden finanziert. Privatspenden sind gedeckelt, was den Wählerinnen und Wählern eine transparente und unabhängige Stimme sichert. Die ÖDP verfolgt damit einen klaren und nachvollziehbaren Weg, der Vertrauen in ihre politische Arbeit schafft.

Die kommunale Mandatsträgerzahl der ÖDP zeigt, dass die Partei bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und die Herausforderungen der Zukunft anzugehen. Während sich die Vorbereitungen für die Kommunalwahl am 8. März 2026 intensivieren, sind die Mitglieder der ÖDP gewillt, ein umweltbewusstes und gemeinwohlorientiertes Paradigma in die politische Landschaft zu bringen berichtet die Augsburger Allgemeine.

Die kommenden Monate versprechen also spannend zu werden. Da bleibt nur noch zu hoffen, dass die Wählerinnen und Wähler in Neuburg und Schrobenhausen zeigen, dass ihnen eine nachhaltige und gemeinwohlorientierte Politik am Herzen liegt.