Eine unheimliche Serie von Wildunfällen hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Kreis Neuburg-Schrobenhausen für Aufregung gesorgt. Insgesamt fünf Autofahrer waren in einen Unfall involviert, bei dem vier Rehe und ein Wildschwein zu Schaden kamen. Der erste Vorfall ereignete sich am Donnerstagabend um 19.50 Uhr, der letzte Unfall wurde bereits am Freitagmorgen um 5.10 Uhr gemeldet. Dabei starben zwei der angefahrenen Rehe, und in allen Fällen entstanden Schäden an den Fahrzeugen der beteiligten Fahrer.

In der ländlichen Region ist Nebel keine Seltenheit, dennoch wurde in vielen Berichten darauf hingewiesen, dass das Wetter an diesem Abend durchgehend neblig war, was die Sichtverhältnisse erheblich verschlechterte. Dies könnte eine Rolle bei diesen unerfreulichen Vorfällen gespielt haben. Die Polizeiinspektion Neuburg an der Donau berichtet, dass Wildunfälle im Herbst zwar oft vorkommen, jedoch nicht in dieser Häufung. Viele Autofahrer sind sich nicht bewusst, dass besonders in der Dämmerung und nachts Wildtiere aktiv sind, was das Risiko eines Unfalls erhöht.

Wilde Zeiten im Herbst

Die Deutsche Versicherungswirtschaft hat in den letzten Wochen verstärkt auf die erhöhten Risiken von Wildunfällen während der Herbstmonate hingewiesen. Autofahrer sollten besonders vorsichtig sein, wenn sie durch Flächen fahren, wo Wildtiere häufig anzutreffen sind. Gerade in der Dämmerung sind die Tiere auf der Suche nach Futter unterwegs und kreuzen oft die Straßen. Die Neugier und Unbekümmertheit der Wildtiere führen nicht selten zu schweren Unfällen.

Die aktuellen Ereignisse im Landkreis ermahnen erneut zur Wachsamkeit. Denn gerade diese Phase des Jahres macht es notwendig, mit einem besonders wachen Auge durch die Straßen zu fahren. Wildunfälle sind nicht nur für die Tiere tragisch, sondern bringen auch oft ernste Unfallfolgen für die Autofahrer mit sich. Die Polizei appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer, eine höhere Achtung für die mögliche Gefahr zu haben. Dabei kann es sich oft um einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit handeln, der zu einem großen Unglück führt.

So heißt es stets: Ein gutes Händchen beim Fahren kann dabei helfen, Unfälle zu vermeiden. Insbesondere bei nebligem Wetter sollte man die Geschwindigkeit reduzieren und das Augenmerk auf die Straßenrandbereiche richten. Schließlich kann es schneller gehen als man denkt—und ehe man sich versieht, steht ein Wildtier vor dem Auto. Jeder Autofahrer sollte sich dieser Herausforderung bewusst sein und entsprechende Vorkehrungen treffen.