Heute ist der 5.03.2026 und in Neuburg-Schrobenhausen steht ein bemerkenswertes Ereignis bevor. Am Sonntag, dem 8. März, wird Christian Hartl als zweiter Fastenprediger des Jahres in der Kirche Heilig Geist predigen. Sein Thema: „Spiritualität ist in – der Heilige Geist auch?“ Solch eine Fragestellung ist nicht nur zeitgemäß, sondern spiegelt auch die wachsende Suche nach Tiefe in einer oft als sachlich empfundenen Welt wider. Hartl, ein promovierter katholischer Theologe und geistlicher Begleiter, hat sich mit seiner Arbeit dem geistlichen Leben verschrieben und wird in seiner Predigt verschiedene Dimensionen von Spiritualität beleuchten und Beispiele von Menschen präsentieren, die ihre Spiritualität aktiv leben.
Christian Hartl ist seit 2021 Bischöflicher Beauftragter für geistliches Leben und Leiter des Exerzitienhauses in Leitershofen. Zuvor war er fünf Jahre lang Hauptgeschäftsführer des kirchlichen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis. Hartls Rückkehr in die Diözese Augsburg im Herbst 2021 markierte einen neuen Abschnitt seiner Laufbahn, in dem er sich nun auf die Erkundung und Vernetzung von spirituellen Orten und Akteuren innerhalb der Diözese konzentriert. Er sieht sich in der Verantwortung, die Spiritualität in der Kirche und der Welt zu fördern und betont, dass diese nicht als Selbstzweck existiert, sondern einen Auftrag darstellt.
Ein Netzwerk für Spiritualität
In seiner neuen Rolle plant Hartl, ein Netzwerk zu schaffen, das die verschiedenen spirituellen Angebote innerhalb der Diözese übersichtlicher gestaltet. Dabei möchte er drei Ebenen seiner Arbeit ansprechen: die Menschen in den Gemeinden, Multiplikatoren wie Priester und Laien im pastoralen Dienst sowie die diözesane Leitungsebene. Er hebt hervor, dass die Zusammenarbeit und Wertschätzung unter verschiedenen spirituellen Gruppen von großer Bedeutung sind. Dies ist besonders relevant, da Hartl den spirituellen Reichtum und die Vielfalt der Wege, auf denen die christliche Botschaft vermittelt wird, anerkennt und fördern möchte.
Ein zentrales Projekt in Hartls Planung ist das Ulrichsjubiläum 2023-2024, das darauf abzielt, einen geistlichen Aufbruch zu initiieren. Zudem hat er Kontakte zum Gebetshaus Augsburg aufgenommen, das er als potenziellen Kooperationspartner sieht. Hartl möchte mit kreativen Angeboten im Exerzitienhaus einen Ort für geistliche Ausrichtung und Persönlichkeitsbildung schaffen, wo Menschen ihre Spiritualität entdecken und leben können.
Spiritualität als gelebter Glauben
Hartl definiert christliche Spiritualität als einen gelebten Glauben, der authentisch und konkret sein sollte. In einer Welt, in der viele Menschen nach Sinn und Tiefe suchen, möchte er aufzeigen, dass Spiritualität etwas Alltägliches ist, das im Hier und Heute gelebt werden kann. Er betont die Notwendigkeit seelischer Gesundung und sieht die Spiritualität als einen Auftrag der Kirche für die Welt. Hartls Ansatz ist ignatianisch geprägt, was bedeutet, dass er die individuelle Erfahrung und den persönlichen Glaubensweg in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellt.
Seine bevorstehende Predigt wird also nicht nur ein Teil der Fastenzeit sein, sondern auch eine Einladung, die eigene Spiritualität zu reflektieren. Hartl möchte Menschen motivieren, verschiedene Ansätze der Spiritualität zu erkunden und den Austausch zwischen diesen zu fördern, um eine lebendige und vielfältige Glaubenskultur zu schaffen.
Für weitere Informationen über die Veranstaltung und Hartls Ansichten zur Spiritualität, besuchen Sie bitte die Quelle. Auch die zweite Quelle bietet interessante Einblicke in Hartls Arbeit und seine Vision für die Spiritualität in der Diözese Augsburg.



