125 Lebensmittelpakte: BRK-Hilfe sorgt für Weihnachtsfreude im Landkreis!
Der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen steht vor finanziellen Herausforderungen: Steigende Lebenshaltungskosten führen zu wachsender Not. BRK und VdK bieten Unterstützung.

125 Lebensmittelpakte: BRK-Hilfe sorgt für Weihnachtsfreude im Landkreis!
Die Lebenshaltungskosten steigen weltweit, und auch hier im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist die finanzielle Lage angespannt. Viele Menschen müssen mit den Auswirkungen der erhöhten Lebensmittel- und Energiekosten seit der Corona-Pandemie sowie dem Ukraine-Krieg kämpfen. Diese Umstände haben dazu geführt, dass die Zahl der Personen in existenzieller Notlage im Landkreis zugenommen hat. So äußerte sich VdK-Kreisgeschäftsführerin Sandra Andritschke kürzlich beim Pressetermin im Dezember. Sie stellte fest, dass es in der aktuellen Situation vital ist, Unterstützung anzubieten.
Die Arbeit des BRK-Kreisverbands Neuburg-Schrobenhausen steht im Mittelpunkt der humanitären Hilfe in dieser schwierigen Zeit. VdK-Kreisvorsitzender Bernhard Peterke betonte die Verlässlichkeit der BRK-Hilfe während eines gemeinsamen Pressetermins. Mit dem Ziel, Mitbürger in Not, insbesondere zu Weihnachten, zu entlasten, wurden 125 Lebensmittelpakete bereitgestellt, die an das Jugendamt, die Caritas Schrobenhausen und die Tafel Schrobenhausen verteilt werden. BRK-Kreisgeschäftsführer Anton Gutmann erklärte, dass die humanitäre Hilfe vor allem lokale Unterstützung bietet.
Die Inhalte der Lebensmittelpakete
Die Lebensmittelpakete sind prall gefüllt mit wichtigen Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln. Dazu zählen unter anderem Tee, Kaffee, Nudeln, Konserven, Reis, Mehl, Zucker, Lebkuchen, Gebäck, Duschgel und Zahnpasta. Martin Ulrich und Werner Helmrich kümmern sich um den Einkauf, das Packen und das Ausfahren der Pakete, unterstützt von ehrenamtlichen Helfern. Dank unbürokratischer Unterstützung von Sponsoren konnte diese Aktion erfolgreich umgesetzt werden. Anton Gutmann hob die Bedeutung des engagierten Teams aus Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen und Fördermitgliedern hervor, das die Initiative möglich gemacht hat.
Weltweite Herausforderungen
Trotz dieser ermutigenden Lokalarbeit ist die Situation auch global alles andere als rosig. Weltweit steigen die Lebenshaltungskosten und belasten die Haushaltsbudgets vieler Menschen. Laut dem internationalen Bericht bezieht sich der Begriff „Lebenshaltungskosten“ auf den Geldbetrag, der nötig ist, um eine bestimmte Lebensqualität aufrechtzuerhalten. So kämpft beispielsweise Afghanistan seit der Machtübernahme der Taliban mit einem dramatischen Anstieg der Preise für grundlegende Lebensmittel. Ähnliche Entwicklungen zeigen sich auch in anderen Ländern wie dem Libanon, Pakistan, Somalia und Venezuela, wo die Menschen unter der Last der hyperinflationären Kosten leiden.
Die Welthungerhilfe weist darauf hin, dass politische Prioritätenverschiebungen und Haushaltsengpässe immer wieder dazu führen, dass Entwicklungshilfe und humanitäre Unterstützung gekürzt werden. Dies betrifft vor allem Länder, die ohnehin unter dem Druck geopolitischer Krisen und Veränderungen stehen. Deutschland hat bereits seine öffentlichen Entwicklungsleistungen für 2024 um satte 8% beim BMZ und 18% beim AA gekürzt. Diese Kürzungen könnten weitreichende Folgen für die humanitäre Hilfe haben und viele vulnerable Gruppen, insbesondere Kinder, betreffen.
In dieser komplizierten Situation ist es von großer Bedeutung, dass lokale Initiativen wie die des BRK-Kreisverbands auch weiterhin mit vollem Elan arbeiten. In einer Zeit, in der die Unterstützung oft nicht ausreicht, um den globalen Hunger und die Not zu bekämpfen, bleibt die Hoffnung, dass auch in Zukunft auf die Solidarität innerhalb der Gemeinschaft gesetzt werden kann.