Am Samstag, den 17. Januar 2026, kam es gegen 13:30 Uhr zu einem einsatzintensiven Vorfall in einem Reihenmittelhaus am Susan-Sontag-Ring in Neu-Ulm. Ein Brand brach in der Sauna im Keller des Hauses aus, als eine Bewohnerin den Elektroofen einschaltete. Die elektronische Steuereinheit der Sauna geriet ins Feuer, was umgehend einen Notruf zur Integrierten Leitstelle (ILS) Donau-Iller nach sich zog, berichtet die Augsburger Allgemeine.

Dank des schnellen Handelns der Einsatzkräfte, die aus Neu-Ulm und Ludwigsfeld mit etwa 40 Feuerwehrleuten anrückten, konnte der Brand rasch gelöscht werden. Eine Ausbreitung des Feuers auf weitere Gebäudeteile wurde glücklicherweise verhindert. So blieb es neben einem Sachschaden von schätzungsweise 10.000 Euro – hauptsächlich verursacht durch die Sauna selbst und Rußablagerungen – bei keinem Personenschaden. Laut ersten Erkenntnissen könnte ein technischer Defekt verantwortlich sein, wie die News.de berichtet.

Ursachenforschung und Brandschutz

Obwohl keine direkte Ursache für den Brand genannt wurde, ist bekannt, dass in Saunaanlagen brandtechnische Vorfälle nicht selten sind. So können zum Beispiel mangelhafte elektrische Einrichtungen oder Bedienungsfehler beim Einschalten des Ofens zur Brandgefahr werden. Fachliche Einweisung bei der Inbetriebnahme sowie die Beachtung grundlegender Sicherheitsmaßnahmen zum Brandschutz sind immens wichtig, wie auch die Schohrni hervorhebt.

  • Fehlerhafte Anordnung des Ofens
  • Mangelhafte elektrische Einrichtungen
  • Bedienungsfehler (z.B. unbeabsichtigtes Einschalten)
  • Unachtsamkeit, wie Handtücher auf dem Ofen ablegen

Um derartigen Vorfällen vorzubeugen, sollten Saunaöfen gemäß Montageanleitung organisch angesiedelt werden, und elektrische Einrichtungen müssen den Vorgaben der DIN 57100/VDE 0100, Teil 703 entsprechen. Auch sollten geeignete Brandschutzmaßnahmen wie Temperaturbegrenzungen implementiert werden, denn eine Maximaltemperatur von 165°C sollte beim Abschalten nicht überschritten werden.

Die Polizei in Neu-Ulm hat die ersten Ermittlungen vor Ort aufgenommen, während weitere Nachforschungen dem Kriminaldauerdienst der KPI Memmingen übergeben wurden. Es bleibt zu hoffen, dass die Ursachen schnell geklärt werden können, um solche gefährlichen Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.