In Ulm tut sich derzeit Großes: Der Abbruch der Wallstraßenbrücke hat begonnen, und das mit einem beeindruckenden XXL-Kran, dem LR 11.000, der in einer Höhe von rund 126 Metern thront. Ulms Baubürgermeister Tim von Winning bezeichnet diesen Kran als den größten, den die Stadt je gesehen hat. Am 27. Februar 2026 starteten die Arbeiten, die bis Ende März abgeschlossen sein sollen. Die Vorbereitungen und der Aufbau des Krans, der eine Traglast von bis zu 1000 Tonnen bewältigen kann, kosteten rund eine Million Euro und waren eine logistische Meisterleistung – 80 Schwertransporter brachten die Einzelteile über mehrere Tage und Nächte nach Ulm. Der Kran, der ursprünglich in Ehingen hergestellt wurde, könnte theoretisch sogar höher als das Ulmer Münster werden.

Die Abbrucharbeiten erfolgen „stückweise“, indem die Brücke scheibchenweise zersägt, gehoben und abtransportiert wird. Dabei wiegen die Fahrbahnteile bis zu 420 Tonnen. Um das Abstürzen der Brückenteile zu verhindern, wurde ein Gerüst unter der Wallstraßenbrücke errichtet. Der Kran hat zudem eine Ballastpalette von etwa 350 Tonnen als Gegengewicht. Am 1. März 2026 findet eine Baustellensprechstunde von 10 bis 12 Uhr statt, bei der ohne vorherige Anmeldung Informationen zur Baustelle gegeben werden. Für alle Interessierten gibt es zudem die Möglichkeit, die Arbeiten live von der Aussichtsplattform in der Straße Heckenbühl zu beobachten.

Vielfältige Beobachtungsmöglichkeiten

Die Stadt Ulm bietet sogar einen Livestream an, der die Baustelle aus verschiedenen Blickwinkeln zeigt. Das Interesse an klassischen Baustellenführungen ist enorm, und diese sind oft schnell ausgebucht. Buchungen für die Führungen erfolgen über die Ulm/Neu-Ulm Touristik. Die nächsten Termine und Angebote können direkt vor Ort am 1. März 2026 in Erfahrung gebracht werden, wo auch ein Kaffeeangebot am Wochenende lockt.

Der Kran im Einsatz

Die Arbeiten mit dem beeindruckenden Kran wurden nicht nur gut vorbereitet, sondern auch durch die hohe Tragfähigkeit und die präzise Technik des LR 11.000 erleichtert. Der Kran kam zuvor von einer Baustelle in Zürich nach Ulm und hat sich bereits als unverzichtbares Werkzeug für den Rückbau der westlichen Wallstraßenbrücke erwiesen, der im Dezember 2025 begann. Die Kombination aus moderner Technik und beeindruckender Ingenieurskunst macht diese Baustelle zu einem spannenden Ort für Technik- und Architekturinteressierte.

Für weitere Informationen über Krane und deren Einsatzmöglichkeiten, einschließlich der verantwortlichen Personen, kann die Webseite von Wiesbauer Krane besucht werden. Dort finden sich zahlreiche Details zu den Mitarbeitern und deren Aufgabenbereichen, die die Logistik hinter solch großangelegten Projekten unterstützen.

Für alle, die die Faszination des Bauens und Abbruchs hautnah erleben möchten, bietet sich in den kommenden Wochen die Gelegenheit, den XXL-Kran bei der Arbeit zu beobachten. Ob vor Ort oder über den Livestream – das Projekt in Ulm verspricht spannende Einblicke in die Welt der Bau- und Ingenieurkunst.