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In Bayern hält ein massiver ÖPNV-Warnstreik die Menschen in Atem. Die Gewerkschaft Verdi hat zu Aktionen aufgerufen, die nicht nur die Landeshauptstadt München, sondern auch andere Städte betreffen. Besonders in München sind die Auswirkungen deutlich spürbar, da U-Bahn, Tram und Bus bis zur Liniennummer 199 nur eingeschränkt oder gar nicht fahren. Dies berichtet BR.

Wie die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mitteilt, ist aufgrund der geringen Personalauslastung während der Berufsverkehrs-Stoßzeiten mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen. Fahrten hängen stark von der Verfügbarkeit des Fahrpersonals ab, was das U-Bahn-Angebot betrifft. Ursprünglich sollten die Linien 3 und 6 im Zehn-Minuten-Takt fahren, nun ist auch hier die Sicherheit ein großes Thema. Besonders Fans, die heute Abend zum Fußballspiel in die Allianz Arena wollen, müssen sich auf volle U-Bahnhöfe einstellen, insbesondere am Marienplatz und in Fröttmaning. Dennoch wird ein Betrieb zwischen diesen beiden Stationen gewährleistet, damit die Besucher das Spiel erreichen können.

Weitere Störungen im Verkehrsnetz

Doch nicht nur das Münchener Netz ist betroffen. In Bayreuth beispielsweise sind die Stadtwerke seit Dienstag im Streik. Hier fahren nur Busse von Partnerunternehmen, und das obwohl nur ein eingeschränktes Grundangebot auf vielen Linien aufrechterhalten wird. Verzögerungen sind vorprogrammiert, und auch die Auslastung ist hoch. Die Stadtwerke Dachau sind ebenfalls betroffen, hier wird von 4:30 Uhr bis Betriebsschluss gestreikt, sodass alle sechs Stadtbus-Linien lahmgelegt sind.

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In Nürnberg hat der Verkehrsbetrieb VAG ab 4 Uhr den Warnstreik begonnen, was bedeutet, dass es dort keine U- und Straßenbahnen gibt. Einzig ein eingeschränkter Busverkehr, basierend auf dem NightLiner-Netz, kann aufrechterhalten werden.

Vorbereitung auf die Einschränkungen

Die MVG empfiehlt allen Reisenden, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen oder im besten Fall im Homeoffice zu arbeiten. Busse in München verkehren unregelmäßig und teils alle 20 bis 30 Minuten. Auch die Tram-Linien 20 und 25 sind nur bis ca. 10 Uhr in Betrieb, was zu weiteren Unsicherheiten im Verkehrsfluss führt.

Für die Fans des Fußballspiels wird es heute ein echtes Abenteuer, die Allianz Arena zu erreichen. Es sei gesagt, dass Verdi angekündigt hat, bis zur nächsten Verhandlungsrunde am Freitag keine weiteren Warnstreiks durchzuführen. Damit bleibt zu hoffen, dass die Situation sich bald entspannt. Die Verkehrsbetriebe stehen durch die Streiks vor großen Herausforderungen, und auch die Fahrgäste müssen sich an die ständigen Anpassungen im Fahrplan gewöhnen.

Es bleibt zu wünschen, dass alle Beteiligten bald zu einem Einvernehmen kommen werden, sodass der ÖPNV wieder seinen gewohnten, zuverlässigen Dienst leisten kann. So steht der Münchner Nahverkehr derzeit still, aber die Hoffnung auf Besserung bleibt.