München kämpft um die Eisbachwelle: Surfer fordern Lösungen!
München: Die IGSM fordert pragmatische Lösungen für die Eisbachwelle, die nach dem Entfernen einer illegalen Rampe verschwand.

München kämpft um die Eisbachwelle: Surfer fordern Lösungen!
Die Eisbachwelle im Englischen Garten in München ist ein beliebter Surfspot, der nicht nur für Einheimische, sondern auch für Touristen ein echter Magnet ist. Doch seit Oktober ist die Welle verschwunden, was nicht nur bei den Surfern für Enttäuschung sorgt. Die Interessengemeinschaft Surfen München (IGSM) hat sich jetzt zu Wort gemeldet und strebt eine pragmatische Lösung an, um die Welle wiederherzustellen. Laut Zeit ist die IGSM an einer weiteren Eskalation der Situation nicht interessiert und plant, einen ähnlichen Einbau auf offiziellem Weg genehmigen zu lassen.
Unbekannte hatten im Oktober illegal eine Rampe eingebaut, die es erlaubte, während der Weihnachtsfeiertage kurzfristig an der Welle zu surfen. Am 28. Dezember wurde diese Vorrichtung jedoch von der Münchner Feuerwehr und Polizei entfernt, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Die Surfer waren bereits frustriert, da sie die Welle nach dem Entfernen des Unrats und der Sedimente im Bachbett nicht mehr wie gewohnt nutzen konnten. Diese ganze Situation sorgte bei der Surfergemeinschaft für viel Unmut, der Surf Club München bezeichnete die Räumung sogar als „Kampfansage“ an die Surfer.
Die Herausforderung der Auflagen
Die IGSM kritisiert die strengen Auflagen der Stadtverwaltung. Es wird bemängelt, dass die Anforderungen an die Surfer unrealistisch sind: Haftung, Kostenübernahme und technische Nachweise sollen auf hohem Niveau erbracht werden, was für viele schwierig umsetzbar ist. Nicht nur die IGSM, sondern auch andere Surfer empfinden die Regeln als eine Hürde, die es fast unmöglich macht, die Welle wiederzubeleben. In den Gesprächen mit der Stadtverwaltung zeigen sich leichte Fortschritte, doch eine gemeinsame Lösung wurde bisher noch nicht gefunden. Die IGSM fordert nun auf imaginative Art und Weise flexiblere Regelungen, um einen wissenschaftlich begleiteten Versuch zu ermöglichen.
Es braucht ein Umdenken
Die Eisbachwelle ist für Profis geeignet, nicht für Anfänger, und Baden sowie Schwimmen sind an dieser Stelle ausdrücklich nicht erlaubt. Die Sicherheitsbestimmungen wurden besonders nach einem tödlichen Unglück im Frühjahr 2025 strenger gefasst. Dennoch ist der Ort auch ein Platz für Besucher, die einfach das Treiben genießen möchten. Man kann gut von der Bushaltestelle Nationalmuseum aus einen Blick auf die Surfer werfen und auch den sonntäglichen Ausflug zum Haus der Kunst mit dem Zuschauen der Surfer kombinieren, sowohl im Sommer als auch im Winter, wie das Portal München hervorhebt.
Die Diskussionen über die Rückkehr der Eisbachwelle scheinen also noch lange nicht vorbei zu sein. Feststeht: Die Surfgemeinschaft lässt sich nicht so schnell entmutigen und bemüht sich um einen Dialog mit der Stadt, um die geliebte Welle zurückzuholen. Wer weiß, vielleicht wird bald wieder in den Wellen des Eisbachs gesurft – bis dahin bleibt die Hoffnung, dass ein Umdenken bei den Verantwortlichen stattfindet.