Die Eisbachwelle in München hat am ersten Weihnachtsfeiertag ihre Pforten widereröffnet, wenn auch nur provisorisch. Seit dem 25. Dezember 2025 können Surfer erneut auf der beliebten Welle ihr Können zeigen, nachdem die Stadt über Nacht eine überraschende Wiederbelebung umgesetzt hat. Ein Banner an der Brücke, das mit den aufmunternden Worten „Just Watch – Merry X-Mas“ geschmückt ist, zieht die Blicke der Passanten auf sich. Laut Tagesschau ist die Welle durch den Einbau einer Rampe und ähnlicher Vorrichtungen wieder surfbar, auch wenn sie sich nicht in ihrem besten Zustand befindet.
Die Rückkehr der Welle kommt nicht ohne seine Herausforderungen. Der Surf Club München hatte zuvor die „unerfüllbaren Auflagen“ der Stadt bemängelt, die eine Rückkehr zur Normalität scheinbar unmöglich machten. Ein Antrag für einen wasserrechtlichen Versuch wurde am 26. November eingereicht, doch die Ausführungen der Stadt führten zu Frustration. „Die Anforderungen sind überzogen“, so die Kritik der Antragsteller. Haftungsabwälzungen, permanente Bereitschaften und technische Nachweise waren nur einige der vielen Vorgaben, die als hinderlich angesehen wurden.
Starker Meinungsvielfalt über die Welle
Während des ersten Weihnachtsfeiertags waren anfangs nur wenige Surfer bereit, sich auf die Welle zu wagen, da die Bedingungen nicht ideal waren. Die Welle weist Veränderungen auf, mit Weißwasser, das sich an den Rändern bildet, was die Surfbedingungen nicht für jedermann macht. Viele Surfer haben jedoch die Chance ergriffen, trotz der schwierigen Bedingungen zu reiten, so heißt es von Abendzeitung.
Die Welle war seit der sogenannten „Bachauskehr“ im Herbst 2025 verschwunden, und mehrere Versuche, sie zurückzubringen, waren gescheitert. Bei einem Vorversuch gelang es Strömungsexperten, die Welle mit Holzbrettern aufzubauen, doch sie brachen schnell wieder zusammen. An der Brücke hängt das Banner nicht nur als Weihnachtsgruß, sondern auch als Zeichen des praktizierten Surf-Lebens. In sozialen Medien wird die provisorische Konstruktion kontrovers diskutiert – Kritiker äußern Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsrisiken.
Ein ganz besonderer Ort für Surfer
Die Eisbachwelle am Englischen Garten zieht nicht nur Surfbegeisterte an, sondern ist auch ein beliebter Spot für Spaziergänger und Touristen. Es ist ein guter Platz, um die Surfer bei ihren waghalsigen Stunts zu beobachten, und Urlauber können sogar Surfbretter durch den malerischen Garten tragen. Doch aufpassen: Baden und Schwimmen in der Welle sind strengstens verboten. Die Eisbachwelle gilt als Ort für Profis, da im Frühjahr 2025 ein tödliches Unglück neue Sicherheitsbestimmungen zur Folge hatte, die der Stadt besonders am Herzen liegen, wie auf muenchen.de berichtet wird.
Die Diskussion um die Eisbachwelle bleibt also spannend. Die Stadt hat sich bislang nicht zu den Hintergründen der provisorischen Maßnahmen geäußert. Und während die Surfer die Rückkehr der Welle feiern, bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickeln wird.



