Mühldorf diskutiert: Skatepark, Campus und Radwege – Was kommt jetzt?

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In Mühldorf am Inn diskutierten Bürger am 14. Januar 2026 wichtige Themen wie Skatepark-Pläne und Radwegsicherheit.

In Mühldorf am Inn diskutierten Bürger am 14. Januar 2026 wichtige Themen wie Skatepark-Pläne und Radwegsicherheit.
In Mühldorf am Inn diskutierten Bürger am 14. Januar 2026 wichtige Themen wie Skatepark-Pläne und Radwegsicherheit.

Mühldorf diskutiert: Skatepark, Campus und Radwege – Was kommt jetzt?

Vor kurzem fand eine spannende Bürgerversammlung in Mühldorf statt, die am 14. Januar 2026 im Stadtsaal über die Bühne ging. Rund 120 engagierte Bürgerinnen und Bürger waren anwesend, doch großflächig Fragen blieben aus – gerade einmal vier Menschen richteten ihre Anliegen an Bürgermeister Michael Hetzl. Ein Thema, das jedoch für rege Diskussionen sorgte, war der geplante Skatepark in Altmühldorf. Der Vertreter des Jugendparlamentes, Elias Hentschel, bohrte nach und hat damit einen Nerv getroffen. Bürgermeister Hetzl musste erklären, dass die Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht München aufgrund der Überlastung des Gerichts noch andauert. Für den Skatepark sind stolze 250.000 Euro im Haushalt eingeplant.

Ein anderes heiß diskutiertes Thema war der Campus der Technischen Hochschule (TH) Rosenheim. Walter Kolb plädierte für eine zentrale Lage, um die Innenstadt zu beleben. Doch die Umfrage unter 62 Händlern fiel ernüchternd aus – 60 von ihnen sind gegen einen Campus in der Innenstadt. Das zeigt, dass hier anscheinend unterschiedliche Interessen aufeinanderprallen.

Radverkehr und Sicherheit

Ein weiterer Punkt, der in der Bürgerversammlung angesprochen wurde, sind die Radwege in Mühldorf. Kerstin Neimcke äußerte ihre Sorgen um die Sicherheit und berichtete von einem beunruhigenden Vorfall am Krankenhausberg. Bürgermeister Hetzl verwies darauf, dass nicht alle Radwege im alleinigen Zuständigkeitsbereich der Stadt liegen. Dennoch versicherte er, dass die Verkehrswende neue Ideen liefert, um die Radfahrer-Situation zu verbessern. Laut Unfallstatistik ist Mühldorf zwar relativ sicher, jedoch sei man gegen Falschfahrer machtlos.

Auch die konkrete Situation der Radwege ist alles andere als optimal. Eine umfangreiche Liste von kritischen Punkten enthüllt zahlreiche Mängel, wie zum Beispiel die gefahrvollen Kreuzungen an den Ecken der Stadt, die nicht nur Radfahrer, sondern auch Fußgänger betreffen. Die gefährlichen Stellen erstrecken sich von der Kreuzung Nordtangente bis zur Innkanalbrücke, und auch die Kapellenstraße und Lohmühlstraße bieten einige Gefahrenpunkte für Radfahrer.

Bürgerengagement und Stadtentwicklung

Das Bürgerengagement nimmt in der Stadtplanung immer mehr Raum ein. In der aktuellen Publikation des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung wird aufgezeigt, wie wichtig Bürgerforschung in der Stadtentwicklung ist. Vor allem im Umweltsektor und Naturschutz hat dieses bürgerschaftliche Engagement an Bedeutung gewonnen. Trotz dieser positiven Entwicklungen ist es in der Stadtplanung bislang noch unterrepräsentiert. Es wird an verschiedenen Fallstudien gearbeitet, um herauszufinden, welche Themen sich für Bürgerforschung eignen und wie diese letztendlich in Stadtentwicklungsprozesse integriert werden können.

Dies könnte in Mühldorf einen positiven Effekt haben, da die Bevölkerung zunehmend mehr wünscht, aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt mitzuwirken. Die Erkenntnisse aus solchen Projekten könnten die Akzeptanz städtischer Maßnahmen erhöhen und die kommunale Praxis bereichern.

Insgesamt zeigt sich, dass die Mühldorfer Bürgerinnen und Bürger nicht nur Interesse an der Verbesserung ihrer Stadt haben, sondern auch bereit sind, sich dafür einzusetzen. Angefangen von der Sicherheit auf den Radwegen bis hin zur Weiterbildung der Innenstadt – die kommenden Monate dürften spannend werden.