Mühldorf: Bürger diskutieren Zukunftsprojekte und Wärmeplanung!
Im Fokus der zweiten Bürgerversammlung in Mühldorf am Inn, am 15. Januar 2026, standen wichtige Projekte und Bürgeranliegen.

Mühldorf: Bürger diskutieren Zukunftsprojekte und Wärmeplanung!
Am 15. Januar 2026 fand in der Aula der Mittelschule die zweite Bürgerversammlung in Mühldorf statt, an der rund 130 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Bürgermeister Michael Hetzl nahm sich die Zeit, um einen umfassenden Rechenschaftsbericht für das Jahr 2025 zu präsentieren und zukünftige Projekte vorzustellen. An diesem Abend standen vor allem Themen wie die Kosten des neuen Campus der Technischen Hochschule Rosenheim, die Schulwege und die Wärmeplanung auf der Agenda. Innsalzach24 berichtet, dass die Bürger rege Fragen stellten und konkrete Anliegen anbrachten.
Ein besonders drängendes Thema war die finanziellen Belastungen durch den Campus der TH Rosenheim. Robert Priller wollte wissen, wie hoch die Kosten für den Betrieb dieses neuen Standorts sind. Bürgermeister Hetzl klärte auf, dass die Stadt im Jahr 2024 rund 400.000 Euro aufwenden musste. Das lässt die Frage aufkommen, wie Mühldorf die Zukunft seiner Bildungseinrichtungen planen kann, besonders im Hinblick auf die hohe Nachfrage.
Schulwege und Verkehrsanbindung
Ein weiterer Punkt der Diskussion war der Mühldorfer Rufbus „InnLiner“. Adelheid Kückelhaus stellte fest, dass lediglich 0,8% der Fahrten wegen schlechter Witterung abgesagt wurden. Dies stieß auf positive Resonanz, aber die Frage nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 30 an Schulwegen blieb unbeantwortet. Hetzl verwies darauf, dass die Stadt bereits Busbeförderung für Kinder anbietet, jedoch besteht der Wunsch nach noch mehr Sicherheit.
Daniel Mareyen äußerte Kritik an der aktuellen Anbindung des Campus an den öffentlichen Nahverkehr und fragte nach dem Stand der Wärmeplanung. Der Bürgermeister erklärte, dass die Planung bis 2028 abgeschlossen sein müsse, jedoch gebe es Unsicherheiten bezüglich der künftigen Energiequelle. Der Zustand der Mößlinger Straße war ein weiteres heißes Eisen; Jürgen Kindler brachte seine Bedenken zum Ausdruck und verwies auf die finanziellen Schwierigkeiten der Stadtwerke nach einem Verlust von 7 Millionen Euro im Jahr 2022.
Projekt Zukunft: Technologiepark in Rosenheim
Ein Blick über die Stadtgrenze hinaus zeigt, dass im nächsten Zeitraum von 2025 bis 2028 ein spannende Entwicklung an der Technischen Hochschule Rosenheim geplant ist. Es entsteht ein neuer Technologiepark und ein Studierendenzentrum, das von einem Konsortium unter der Leitung von HOCHTIEF Infrastructure GmbH und Rubner Holzbau GmbH realisiert wird. Die Architekten Dietrich Untertrifaller haben Ideen entwickelt, die nicht nur der Lehre dienen, sondern auch hohe Standards im nachhaltigen Bauen setzen.Rubner berichtet über die geplanten Einrichtungen, darunter moderne Forschungs- und Lehrlaboren sowie eine Cafeteria, die für die Studierenden ansprechend sein wird.
Bürgermeister Hetzl blickte optimistisch in die Zukunft und verwies auf die Wichtigkeit von Zusammenarbeit mit anderen Kommunen, etwa beim geplanten Hallenbad. Dagegen gab es Zweifel an der Bauzeit der Generalsanierung der Grundschule Altmühldorf, die jedoch im Zeitplan liege, so Hetzl. Die Diskussion zeugt von einem aktiven Interesse der Bürger, am Puls der Gemeinde zu bleiben und aktiv mitzugestalten.