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Am Freitagvormittag, den 20. Februar 2026, ereignete sich auf der stark frequentierten Bahnstrecke zwischen München und Mühldorf ein beunruhigender Vorfall, der beinahe zu einem schweren Unfall führte. Zwei Regionalbahnen, die unter den Zugnummern RB40 operieren, gerieten auf derselben Strecke in einen besetzten Gleisabschnitt. Glücklicherweise konnten Bahnmitarbeiter rechtzeitig eingreifen und einen Frontalzusammenstoß verhindern. Eine Sprecherin der Bahn bestätigte, dass gegen 9 Uhr ein Zug der Südostbayernbahn irrtümlicherweise in den kritischen Bereich geleitet wurde, was zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen führte. Glücklicherweise gab es keine Verletzten oder Sachschäden.

Der Vorfall wird auf eine Stellwerksstörung zurückgeführt, welche dazu führte, dass Zugfahrten nur noch per schriftlichem Befehl freigegeben werden durften. Dies ist besonders besorgniserregend, da die Strecke München–Mühldorf als die am stärksten befahrene eingleisige Strecke in Deutschland bekannt ist. Der Bahnverkehr leidet bereits seit Jahren unter veralteter Infrastruktur, und ein Projekt zur Modernisierung und zum zweigleisigen Ausbau der Strecke zieht sich über lange Zeit und wird immer wieder verzögert. Laut [DB] ist die Modernisierung der Stellwerkstechnik zwischen München und Mühldorf im Gange, doch das führt bereits jetzt zu Einschränkungen im Zugverkehr.

Aktuelle Maßnahmen und Umleitungen

Die Deutsche Bahn hat angekündigt, dass die Arbeiten an der Stellwerkstechnik vom 11. August bis 15. September zu einer Streckensperrung führen werden. In dieser Zeit müssen Reisende auf Busse umsteigen, um sicher ans Ziel zu kommen. Der Ersatzverkehr umfasst unter anderem:

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  • Busse zwischen Mühldorf und München Ost/Friedenstraße, die alle Unterwegshalte anfahren.
  • Direktbusse zwischen Mühldorf, Ampfing und Messestadt Ost.
  • Direktbusse zwischen Dorfen und Messestadt Ost.

Die Ankunft und Abfahrt der Busse in Messestadt Ost erfolgt an der Willy-Brandt-Allee, Steig 5. Mit der Neugestaltung wird zudem die Nutzung der U-Bahn-Linie 2 zwischen Messestadt Ost und dem Münchner Hauptbahnhof erleichtert.

Zukunftsperspektiven

Die Modernisierung umfasst den Austausch von vier mechanischen Stellwerken durch elektronische Stellwerke (ESTW) und wird in zwei Bautypen durchgeführt. Bis zum Jahr 2027 sollen die mechanischen Stellwerke in Hörlkofen, Thann-Matzbach, Schwindegg und Weidenbach stillgelegt werden. Die Inbetriebnahme der neuen Anlagen in Hörlkofen und Thann-Matzbach ist für Ende 2025 geplant. Die zentrale Steuerung der neuen Technik erfolgt aus einer erweiterten ESTW-Zentrale in Dorfen. Diese Maßnahmen sorgen nicht nur für mehr Sicherheit, sondern sind auch eine Voraussetzung für die Einführung des Europäischen Zugbeeinflussungssystems (ETCS), das die Effizienz des Zugverkehrs erhöhen soll, so die [DB] in einem Pressebericht.

Reisende werden herzlich gebeten, sich vor Fahrtantritt über aktuelle Informationen auf der Webseite der [Südostbayernbahn] und im BauInfoportal der Deutschen Bahn zu informieren, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Diese Ereignisse betonen die Dringlichkeit von Investitionen in die Infrastruktur, um die Sicherheit und Verlässlichkeit des Schienenverkehrs in der Region zu garantieren.