Sidebar Werbung
Sidebar Werbung

Diese Tage ist in der Region wieder eine ganz besondere Zeit angebrochen: Die jährliche Wanderung von Kröten, Fröschen, Molchen und Feuersalamandern hat begonnen. Diese amphibischen Reisenden machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern und das sorgt wie immer für ein bisschen Aufregung – sowohl bei den nützlichen Tieren als auch bei den Autofahrern. Das Landratsamt Miltenberg bittet die Bevölkerung deshalb um Verständnis und Unterstützung für die notwendigen Amphibienschutzmaßnahmen.

Die Wanderung der Amphibien erfolgt in der Zeit von 19 bis 6.30 Uhr, während dieser Zeit werden mehrere Streckenabschnitte in der Region vorübergehend gesperrt. Die Sperrungen beginnen heute, am 10. März, und dauern bis zum 14. März 2026. Besonders betroffen sind unter anderem die folgende Streckenabschnitte:

Strecke Details
MIL 2 Von Einmündung Tonbergwerk bis Schmachtenberg
MIL 34 Schippach – Streit
Gemeindeverbindungsstraße Mechenhard – MIL 34

Umleitungen sind ausgeschildert, und die Verkehrsschilder mit Krötensymbolen sollen Autofahrer an die Wanderwege der Amphibien erinnern. Im letzten Jahr waren die Straßen eine große Gefahr für die Tiere, und jährlich verlieren viele ihre Leben, weil sie von Fahrzeugen überfahren werden. Das NABU weist darauf hin, dass vor allem die nächtlichen Temperaturen und die Feuchtigkeit im Frühjahr entscheidend sind für den Erfolg der Wanderungen.

In-article Werbung
In-article Werbung

Helfen Sie mit!

Um den Amphibien zu helfen, setzen sich viele Naturschutzgruppen aktiv für ihren Schutz ein. Dazu gehört die Aufstellung von Krötenschutzzäunen und der Transport von Tieren über Straßen. Aktuell werden Helfer*innen gesucht, um diese Schutzzäune aufzustellen und regelmäßig zu kontrollieren. Vorkenntnisse sind dabei nicht zwingend notwendig, und Interessierte können sich bei den lokalen Naturschutzgruppen oder direkt auf der NABU-Webseite melden.

Doch nicht nur während der Wanderung kann man etwas für die gefleckten Freunde tun. Eine fachgerechte Teichbewirtschaftung ist ebenfalls entscheidend für das Überleben dieser Arten. So empfiehlt der BUND Naturschutz, Elemente wie Ruhezonen in Gewässern zu schaffen und mindestens einen ungestörten Uferbereich zu haben, um Amphibien einen sicheren Lebensraum zu bieten.

Durch einfache Maßnahmen, wie das Vermeiden von Grabenräumungen zur Larvenzeit oder das Beobachten von Zu- und Abläufen in Teichen, kann jeder Einzelne einen Beitrag zur Erhaltung der Amphibien leisten. Auch bei der Teichpflege ist der richtige Zeitpunkt entscheidend, um den Tieren in ihrer Fortpflanzungszeit keinen Schaden zuzufügen. Ein bisschen Geduld und Planung zahlt sich aus, besonders im Hinblick auf bedrohte Arten wie den Laubfrosch.

Passen Sie also gut auf, wenn Sie diese Tage unterwegs sind! Jeder von uns kann einen wertvollen Beitrag leisten, um den Amphibien und ihrer Wanderung zu helfen. Bei Fragen oder Problemen während der Amphibienwanderungen steht das Landratsamt Miltenberg unter der Telefonnummer 09371 501-303 zur Verfügung. Schützen wir gemeinsam die Natur, bevor es zu spät ist!