Am Freitag, dem 13. Februar 2026, wurde im Landkreis Miesbach eine alarmierende Nachricht bekannt: Ein elfjähriges Mädchen und ihr achtjähriger Bruder werden vermisst. Die Eltern meldeten die Kinder um 20:19 Uhr bei der Polizei, nachdem sie seit 16:30 Uhr verschwunden waren. Besonders besorgniserregend war, dass die Kinder nur dünn bekleidet waren, was die Suchaktion dringend machte. Eine erste Suche des landwirtschaftlichen Anwesens und der umliegenden Gebiete blieb leider erfolglos.

Die Polizeiinspektion Miesbach übernahm die Einsatzleitung und initiierte umfangreiche Suchmaßnahmen. Rund 205 Einsatzkräfte von Bergwacht, dem Bayerischen Roten Kreuz, Wasserwacht, Feuerwehr, mehreren Hundestaffeln und sogar einem Polizeihubschrauber wurden mobilisiert. Die Nachricht verbreitete sich schnell über soziale Medien, und zahlreiche privat organisierte Suchgruppen bildeten sich im Gemeindegebiet Hausham. Auch örtliche Taxiunternehmen informierten sich und beteiligten sich an der Suche.

Erfolgreiche Suche und Gefunden im Wald

Gegen 23:39 Uhr kam die erlösende Nachricht: Ein Flächensuchhund fand die vermissten Kinder nahe der Nagelbachstraße. Glücklicherweise waren die beiden leicht unterkühlt, aber ansprechbar und insgesamt wohlauf. Sie wurden zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht, wo die Familie wieder zusammengeführt wurde. Die Kinder berichteten, dass sie im nahegelegenen Wald die Orientierung verloren hatten und sich auf einer Lichtung erschöpft ins Gras gelegt und eingeschlafen waren.

Die Polizeiinspektion Miesbach bedankte sich herzlich bei allen eingesetzten Kräften und privaten Helfern für ihre Unterstützung in dieser kritischen Situation. Die umfangreichen Suchmaßnahmen und die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte zeigten, wie wichtig eine gut organisierte Zusammenarbeit in solchen Fällen ist.

Ein Blick auf Vermisstenfälle in Deutschland

Das Bundeskriminalamt (BKA) spielt eine entscheidende Rolle bei der Bearbeitung von Vermisstenfällen in Deutschland. Gegründet im Jahr 1951, hat die „Vermisstenstelle“ des BKA die Aufgabe, nach vermissten Personen zu fahnden und unbekannte Leichen sowie hilflose Personen zu identifizieren. Eine Person gilt als vermisst, wenn sie unerklärlich von ihrem Aufenthaltsort fernbleibt und eine Gefahr für Leib oder Leben angenommen wird. Besonders für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, dass solche Fälle schnell und effektiv bearbeitet werden.

Im Jahr 2025 waren rund 19.200 Kinder vermisst, wobei 96,1 % dieser Fälle bis Jahresende geklärt wurden. Die häufigsten Gründe für das Verschwinden von Kindern sind familiäre Probleme oder Liebeskummer. Die Polizei kann jedoch nur dann eingreifen, wenn die Vermisstkriterien erfüllt sind; oft wird auf andere Institutionen verwiesen, wenn keine Gefahr vorliegt. Der Fall der vermissten Kinder aus Miesbach zeigt eindrücklich, wie wichtig eine schnelle und koordinierte Reaktion ist, um im Notfall Leben zu retten.

Für weitere Informationen und Details zu diesem Vorfall, können Sie die vollständigen Berichte auf innpuls.me und rosenheim24.de nachlesen. Weitere Informationen zum Thema Vermisstenfälle finden Sie auf der Webseite des Bundeskriminalamts.