Im dritten Viertelfinalspiel der Bayernliga musste der TEV Miesbach gestern eine knappe Niederlage gegen den ERV Schweinfurt hinnehmen. Die Partien der Best-of-Seven-Serie sind bereits von intensiven Duellen geprägt, und die Miesbacher waren durch mehrere verletzte Spieler sowie zwei kurzfristige Ausfälle stark beeinträchtigt. Doch trotz aller Widrigkeiten hatte das Team die Chance auf den Ausgleich, konnte diese jedoch nicht nutzen. Laut Merkur endete das Spiel mit einem 2:1 für Schweinfurt. Ein echtes Herzschlagspiel, das die 1347 Zuschauer bis zur letzten Minute fesselte.
Der Spielverlauf war von Härte, aber auch von Fairness geprägt. Im ersten Drittel konnten beide Teams noch defensiv agieren, was zu einem torlosen Stand führte. Im zweiten Drittel brachte Patrick Asselin die Miesbacher in der 24. Minute in Führung, jedoch ließ der Ausgleich durch Konstantin Melnikow nicht lange auf sich warten. Dieser fiel in der 29. Minute und sorgte dafür, dass der Schwung von Miesbach wieder ins Stocken geriet. “Wir haben unsere Chancen einfach nicht genutzt”, so TEV-Coach Dusan Frosch nach der Partie Eishockey Magazin.
Ein Spiel mit harten Entscheidungen
Im Schlussdrittel machte sich der Druck auf die Miesbacher bemerkbar. Immer wieder drängten sie auf den Ausgleich, scheiterten jedoch an der soliden Abwehr von Schweinfurt und an ihrem Goalie, Leon Pöhlmann. Dazu kam es, dass TEV-Torwart Timon Ewert eine starke Leistung zeigte und mehrmals seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahrte. Doch der entscheidende Treffer für die Schweinfurter fiel in der 57. Minute durch Alexander Asmus, und sechs Minuten vor Schluss war der Traum vom Ausgleich fast ausgeträumt.
Besonders schmerzhaft war die Fünf-Minuten-Strafe für Michael Grabmaier, der aufgrund einer unsportlichen Aktion im nächsten Spiel fehlen muss. “Das war nicht notwendig und kostet uns extrem”, kommentierte Frosch die Konsequenz dieser Entscheidung. Imvergangenen Spielbewältigten die Miesbacher zwei Unterzahlsituationen ohne Gegentor, was diesen Aspekt von Froschs Spielansatz untermauerte.
Ein Blick in die Zukunft
Die Niederlage bedeutet, dass Miesbach in der Serie nun mit 1:2 hinten liegt. Am Sonntag steht bereits das nächste Spiel an, wieder in Miesbach, wo die Mannschaft unbedingt und mit all ihren verbliebenen Kräften auf den Platz treten will. Der Fanbus, der die Miesbacher Fans ins Spiel brachte, spricht für die starke Unterstützung, die das Team auch in schwierigen Zeiten benötigt. “Trotz der vielen Ausfälle sind wir weiter im Rennen für das Halbfinale,” erklärt Frosch optimistisch.
Abschließend bleibt zu hoffen, dass die Miesbacher bis zum nächsten Spiel ihre Strategie noch verfeinern und eine Lösung finden, um sich nicht nur gegen die starke Abwehr von Schweinfurt, sondern auch gegen die Verletzungssorgen zur Wehr zu setzen. Zu oft werden Entscheidungen im Sport auch von psychosozialen Aspekten beeinflusst, wie eine Studie zeigt, die sich mit den Bedingungen zur Bewältigung von Sportverletzungen beschäftigt. Dort wird betont, wie wichtig eine klare Kommunikation und Entscheidungsfindung innerhalb des Teams sind Universität Tübingen.



