In Miesbach wird die Mobilität neu gedacht: Der Münchner Verkehrsverbund (MVV) hat das Mietfahrradprojekt „My Radl“ ins Leben gerufen, das als innovative Lösung für die „letzte Meile“ fungieren soll. Die Stadt Miesbach beteiligt sich an diesem spannenden Projekt, das E-Bikes für kurze Distanzen anbietet. Der Stadtrat hat mit zwei Ablehnungen die Teilnahme beschlossen und damit den Weg für ein modernes Bikesharing-System geebnet, das im Frühjahr 2026 starten soll.
Das Bikesharing-System wird rund 1.000 Standorte im MVV-Verbundraum umfassen und etwa 6.800 Fahrräder, darunter auch Pedelecs, bereitstellen. Die Ausleihe und Rückgabe der Fahrräder erfolgt bequem über die MVV-App, die eine Echtzeitverfügbarkeit anzeigt. Damit soll der ÖPNV sinnvoll ergänzt und die Reisezeit zu den Haltestellen verkürzt werden. Für Miesbach sind zunächst 15 E-Bikes vorgesehen, von denen fünf vom Landratsamt übernommen werden. Die Stadt sucht aktuell noch zwei Standorte für die verbleibenden zehn Räder.
Die Details des Projekts
Die Mieträder müssen in bestimmten Zonen abgestellt werden, um eine willkürliche Verteilung zu verhindern. Dies ist ein wichtiger Aspekt, um die Ordnung im Stadtbild zu wahren. Die jährlichen Betriebskosten für die Stadt belaufen sich auf 241 Euro pro Rad, was insgesamt 2.410 Euro pro Jahr entspricht. Die Laufzeit des Projekts ist von 2027 bis 2030 geplant. Einige Stadtratsmitglieder äußerten Bedenken bezüglich des Platzes für die Räder am Bahnhof, doch die positiven Aspekte, wie die Vernetzung mit anderen Gemeinden und die Lösung für die letzte Meile, überwiegen.
Das Projekt „My Radl“ wird von der nextbike GmbH betrieben, die aufgrund des wirtschaftlichsten Angebots ausgewählt wurde. Dieses Bikesharing-System wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Details zur Nutzung und den Preisvorteilen werden vor dem Systemstart bekannt gegeben.
Bikesharing in Deutschland: Ein wachsender Trend
Die Einführung von Bikesharing-Systemen wie „My Radl“ ist Teil eines größeren Trends in Deutschland, wo aktuell etwa 115.000 Bikesharing-Räder im Einsatz sind, darunter über 57.000 E-Bikes. Diese Systeme bieten nicht nur eine flexible und nachhaltige Mobilitätslösung, sondern fördern auch die Gesundheit und entlasten das Gesundheitssystem. Laut einer Studie von Ernst & Young zeigen Bikesharing-Systeme positive Kosteneffekte und sind ein fester Bestandteil urbaner Mobilität geworden.
Mit der Einführung von „My Radl“ in Miesbach wird die Stadt nicht nur Teil dieses wachsenden Trends, sondern leistet auch einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität in der Region. Die positiven Stimmen aus der Branche betonen die Bedeutung solcher Systeme für die urbane Mobilität und die Integration in den ÖPNV. So wird das Bikesharing nicht nur für die Stadt Miesbach, sondern für die gesamte Region von großer Bedeutung sein.
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