Heute ist der 21.02.2026. Die Stadt Miesbach hat ambitionierte Pläne für das Jahr 2026: Sie strebt an, einen Haushalt ohne neue Schulden aufzustellen. Das Gesamtvolumen des Haushalts für 2026 beträgt 66.948.941 Euro, was knapp 20% weniger ist als der Nachtragshaushalt von 2025. In diesem Haushalt sind ein Verwaltungshaushalt von 49.321.811 Euro und ein Vermögenshaushalt von 17.627.130 Euro vorgesehen. Die Einnahmen setzen sich vor allem aus der Gewerbesteuer mit 20.000.000 Euro und der Einkommens-/Umsatzsteuerbeteiligung mit 11.590.000 Euro zusammen, während Schlüsselzuweisungen in diesem Jahr keine eingeplant sind.
Die Ausgaben der Stadt sind vielfältig: So fließen 15.563.290 Euro in die Kreisumlage, 8.482.950 Euro in die Personalausgaben und 1.842.110 Euro in die Gewerbesteuerumlage. Auch Baumaßnahmen stehen auf der Agenda, wofür 9.881.150 Euro eingeplant sind, wobei der Straßenbau mit Beleuchtung allein 1.865.000 Euro kosten soll. Die Stadt hat zudem eine Kreditaufnahme von 1.000.000 Euro geplant, um flexibel zu bleiben, während gleichzeitig eine Kredittilgung von 1.594.840 Euro vorgesehen ist. Aktuell liegt der Schuldenstand bei 29 Millionen Euro, mit dem Ziel, diesen bis Ende 2026 auf 25,8 Millionen Euro zu reduzieren. Für weitere Informationen zu den Haushaltsplänen kann der Artikel auf Merkur nachgelesen werden.
Finanzielle Herausforderungen und Chancen
Der Stadt Miesbach geht es finanziell besser als erwartet. Die Gewerbesteuereinnahmen sind mit 18 Millionen Euro für das laufende Jahr veranschlagt, was eine bemerkenswerte Steigerung gegenüber 9,7 Millionen Euro im Vorjahr darstellt. Bürgermeister Gerhard Braunmiller (CSU) warnt jedoch, dass diese positive Entwicklung lediglich eine Momentaufnahme sei. Die Stadt muss weiterhin einen Sparkurs einhalten und Überschüsse in Rücklagen investieren, um eine stabile finanzielle Basis zu gewährleisten. Für das Jahr 2025 ist ebenfalls keine Kreditaufnahme geplant, und der Schuldenstand soll stabil bei 29 Millionen Euro gehalten werden. Genauere Details zu diesem finanziellen Aufschwung sind in dem Artikel auf gewerbesteuer.net zu finden.
Die geplanten Investitionen im Vermögenshaushalt sind mit 14 Millionen Euro von insgesamt 17,6 Millionen Euro beachtlich. Zu den wichtigsten Vorhaben gehören die Sanierung der Fußgängerunterführung am Stadtplatz, die Steigerwegbrücke sowie die Sanierung von Wasserleitungen, die mit 1,4 Millionen Euro veranschlagt ist. Auch der Hochwasserschutz mit einem Budget von 875.000 Euro und die Sanierung des Warmbads, dessen Arbeiten vorgezogen werden, stehen auf der Liste. Die Stadt hat bereits Angebote für die Sanierungsarbeiten im Warmbad eingeholt, die netto 63.000 Euro betragen.
Insgesamt zeigt die Stadt Miesbach, dass sie sich in einem finanziellen Aufschwung befindet, der jedoch mit Vorsicht betrachtet werden muss. Die Gewerbesteuereinnahmen könnten in Zukunft schwanken, und eine nachhaltige Planung ist unerlässlich, um die finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Die Diskussion um die Haushaltspläne und die Investitionen ist ein wichtiger Teil der städtischen Entwicklung und wird auch in den kommenden Jahren eine Rolle spielen.



