In Miesbach war vor kurzem wieder etwas los, denn die Stadt erhielt hohen Besuch aus ihrer Partnerstadt Marseillan in Frankreich. Die Delegation, bestehend aus etwa 20 Jugendlichen sowie Bürgermeister Yves Michel und seinem Stellvertreter Walter Bignon, kam zu einem Austausch, der, wie Merkur berichtet, ein wahrer Höhepunkt im Kalender der Städtepartnerschaft war.
Die Städtefreundschaft, die nun seit fünf Jahren besteht, wurde bei einem Empfang im Stadtrat von Bürgermeister Gerhard Braunmiller gebührend gefeiert. In seiner Ansprache hob Braunmiller die große Bedeutung von Respekt und Freundschaft in europäischen Partnerschaften hervor, was bei den Anwesenden für Begeisterung sorgte.
Programm mit vielen Highlights
Die Gruppe aus Marseillan, einem malerischen Fischerdorf mit etwa 8000 Einwohnern im Département Hérault in der Region Okzitanien, durfte sich über ein abwechslungsreiches Programm freuen. So stand eine Stadtführung durch Miesbach auf dem Plan, gefolgt von einem Besuch des Deutschen Museums in München. Ein offener Begegnungsabend im Bunten Haus bot zudem Raum für Gespräche und die Vertiefung der Bekanntschaften mit dem Miesbacher Jugendparlament.
Ein besonderes Geschenk erhielt Bürgermeister Yves Michel von seinem Miesbacher Amtskollegen – eine handgefertigte Holztafel mit dem Schriftzug „Freundschaft über Grenzen hinweg“. Umgekehrt überreichte Michel eine Freundschaftsmedaille sowie Geschenke, darunter reizvolle Figuren eines Reihers und eines Seepferdchens, die Geschichten aus seiner Heimat verkörpern. Bücher über Marseillan rundeten die Geschenke ab. Außerdem wurden Taschen mit regionalen Mitbringseln an die Bürgermeister und Mitglieder des Jugendparlaments verteilt.
Gemeinsame Wurzeln und kultureller Austausch
Die Partnerschaft zwischen Miesbach und Marseillan ist nicht nur eine Form des Austauschs, sondern auch eine Brücke zwischen Kulturen. Marseillan selbst ist bekannt für seine historischen Bauten, darunter die Kirche Saint Jean-Baptiste aus dem 17. Jahrhundert und die berühmte Wermuts-Manufaktur Noilly Prat. Zudem wird hier die rote Rebsorte Marselan angebaut, die nicht nur Weinfans begeistert. Auch kulinarische Erlebnisse kommen in der Region nicht zu kurz, was den Austausch, wie Miesbach.de beschreibt, noch bereichert.
Die Kontakte zwischen den beiden Städten wurden im vergangenen Jahr durch die Corona-Pandemie herausgefordert, doch eine Delegation aus Miesbach konnte bereits im Juli 2024 Marseillan besuchen. Dabei fand erneut ein reger Austausch statt, der durch gemeinsame Feste und die Verkostung regionaler Produkte geprägt war. Bürgermeister Braunmiller und Bignon bekräftigten bei einer Feier die Bedeutung dieser Städtefreundschaft, bei der sie mit einem gemeinsamen Toast für die europäische Zusammenarbeit eintraten.
Städtepartnerschaften, wie sie in Miesbach und Marseillan praktiziert werden, fördern nicht nur den kulturellen Austausch, sondern auch das Verständnis und die Solidarität zwischen den Völker. Sie schaffen Raum für neue Freundschaften und bieten Chancen auf wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie touristische Entdeckungen. In Zeiten wie diesen ist der Zusammenhalt, den solche Partnerschaften symbolisieren, mehr denn je wichtig, so dass man mit einem lässigen „Vive Miesbach, vive Marseillan et vive l’Europe“ auf die weitere Zukunft anstoßen kann. Marburg-Marseille.eu ergänzt, dass diese Begegnungen auch dazu dienen, Vorurteile abzubauen und den interkulturellen Dialog zu fördern.



