In einem bemerkenswerten Schritt für die Kulturförderung im Landkreis Miesbach hat der Kreistag die Gründung einer Kulturstiftung einstimmig beschlossen. Auch wenn im Vorfeld Diskussionen über die Besetzung des Stiftungsrats geführt wurden, ist die Entscheidung gefallen, um eine nachhaltige Unterstützung für kulturelle Projekte sicherzustellen. Der Merkur berichtet, dass das Ziel der neuen Stiftung darin besteht, Spendengelder zu akquirieren und diese an kulturelle Stellen im Landkreis weiterzugeben.
Das Grundstockvermögen für dieses Vorhaben beträgt 10.000 Euro, die aus den Haushaltsresten des Jahres 2025 stammen. Kreiskämmerer Thorsten Wagner betonte, dass man mit dieser Initiative einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung des kulturellen Erbes leisten möchte. Gemäß den Informationen von Kulturvision ist die Stiftung eine Unterstiftung der Sparkassenstiftung und verfolgt gemeinnützige Ziele, darunter die Förderung von Kunst, Kultur, Kreativität sowie Wissenschaft und Forschung.
Neun Köpfe für die Kultur
Insgesamt wurde ein neunköpfiger Stiftungsrat gewählt, dessen Zusammensetzung ebenfalls einstimmig bestätigt wurde. An der Spitze stehen Alexander Schmid, Vorstand der REO, und Markus Bernlochner, Landkreisheimatpfleger. Die Mitglieder des Stiftungsrats können sich sehen lassen: mit Persönlichkeiten wie Isabella Krobisch, Girgl Ertl (Kulturveranstalter), Klaus Fresenius und vielen weiteren Kulturschaffenden wurde ein breites Spektrum an Expertise versammelt. Ergänzt wird das Team durch Nachrücker Ines Wagner und Veronika Leo. Die Besetzung des Stiftungsrats soll helfen, die nötigen Gelder für kulturelle Aktivitäten zu akquirieren, wie Landrat Olaf von Löwis in der Sitzung betonte.
Einige Kreistagsmitglieder, wie Balthasar Brandhofer (BP) und Harda von Poser (Grüne), äußerten Bedenken bezüglich der Repräsentation von Brauchtum und Musik innerhalb des Gremiums. Christine Negele (SPD) hob hervor, dass es durchaus möglich sei, alternative Vorschläge einzubringen. Thomas Tomaschek von den Grünen wünscht sich hingegen eine schnelle Inbetriebnahme der Stiftung, um den Kulturträgern im Landkreis flott unter die Arme zu greifen.
Einlädt zur Mitwirkung
Die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich finanziell an der Kulturstiftung zu beteiligen, um die kulturelle Landschaft im Landkreis zu beleben. Es ist zu hoffen, dass mit dieser Initiative eine neue Ära der kulturellen Unterstützung eingeläutet wird, die weit über die örtlichen Grenzen hinaus Wirkung zeigen kann.
Die barrierefreie Gestaltung der Projekte der Kulturstiftung wird ebenfalls ein wichtiges Thema sein. Die Kulturstiftung der Länder hat bereits Maßnahmen zur Barrierefreiheit ihres Onlineauftritts ergriffen, wie auf Kulturstiftung.de nachzulesen ist. Die Anliegen der Barrierefreiheit sind auch in der Kulturarbeit wichtig, um sicherzustellen, dass jeder Zugang zu kulturellen Angeboten hat.
Insgesamt darf man gespannt sein, wie diese neue Struktur das kulturelle Leben im Landkreis Miesbach beflügeln wird. Hoffen wir, dass die ersten Projekte rasch in die Umsetzung kommen und der Wert der kulturellen Identität des Landkreises weiter gestärkt wird.