Sanierung der Steinernen Brücke: Historisches Bauwerk erstrahlt neu!
In Memmingen wurde die Sanierung der Steinernen Gewölbebrücke erfolgreich abgeschlossen, inklusive neuer Geländer und Verkehrswege.

Sanierung der Steinernen Brücke: Historisches Bauwerk erstrahlt neu!
In Dickenreishausen gibt es Grund zur Freude! Ein bedeutendes Bauwerk, die Steinerne Gewölbebrücke, hat seit dem Herbst 2024 wieder eine voll funktionsfähige Lebensader für die Region gewonnen. Nach monatelangen Sanierungsarbeiten konnte die Fahrbahn bereits im September 2024 freigegeben werden, was die Verbindung zwischen Dickenreishausen und dem Fuß- und Radweg von Memmingen nach Kronburg auf der ehemaligen Bahntrasse hervorragend wiederherstellt. Im Zuge der Arbeiten wurde auch ein neues Geländer angebracht, welches nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch den historischen Charme der Brücke bewahrt.
Die Sanierung selbst war keine leichte Aufgabe. Die Brücke gehört zum renommierten Denkmal des 18. Jahrhunderts und wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Amt für Denkmalpflege denkmalgerecht saniert. Um die strukturelle Integrität der Brücke sicherzustellen, wurde vor Beginn der Arbeiten die Buxach teilweise verlegt. Außerdem wurde ein Schutzgerüst im Brückenbogen errichtet und das Gelände vorsichtig abgetragen, um eine tragfähige Hinterfüllung zu schaffen. Insgesamt wurden etwa 1.000 „Klosterformatziegel“ in das Bauwerk integriert, um den historischen Charakter zu bewahren. Diese sorgfältigen Maßnahmen verdeutlichen, dass hier „ein gutes Händchen“ für den Denkmalschutz an den Tag gelegt wurde.
Finanzierung und Kosten der Sanierung
Die Sanierungskosten summieren sich auf rund 450.000 Euro, wobei Förderungen von der Denkmalpflege des Bezirks in Höhe von 6.000 Euro und von der Bayerischen Landesstiftung in Höhe von 26.700 Euro dazu beigetragen haben. Diese finanzielle Unterstützung zeigt, wie wichtig der Denkmalschutz auch in unserer Region ist, nicht nur zur Erhaltung historischer Bauwerke, sondern auch zur Förderung eines nachhaltigen Umgangs mit unserer Kulturlandschaft. Die Arbeiten umfassten zudem die Behebung kritischer Schadensmerkmale, wie etwa Ausblühungen, Feuchtstellen, Steinausbrüche und defekte Mauerwerksfugen, die für die Stabilität des Bauwerks bedrohlich waren.
Denkmalpflege in der heutigen Zeit
Ein weiteres Augenmerk auf den Denkmalsschutz legt das Fraunhofer-Zentrum für energetische Altbausanierung und Denkmalpflege in Benediktbeuern. Dort wird intensiv erforscht, wie energetische Effizienz und Denkmalschutz miteinander in Einklang gebracht werden können. Die Herausforderungen sind enorm, doch das Ziel ist es, Lösungen zu finden, die den historischen Wert der Gebäude nicht gefährden. „Es ist nicht das Ziel, alle historischen Bauten zu Plusenergie-Häusern umzubauen“, erklärt man dort. Stattdessen seien individuelle Lösungen gefragt, die den Bedürfnissen der energetischen Einsparungen gerecht werden, ohne die Denkmalsubstanz zu schädigen.
Mit der gelungenen Sanierung der Steinernen Gewölbebrücke in Dickenreishausen wird ein wichtiger Beitrag zum Schutz und Erhalt unserer regionalen Geschichte geleistet. Hierbei zeigt sich einmal mehr, dass ein bewusster Umgang mit unserer Kulturerbe von höchster Bedeutung ist. Für die Anwohner und Pendler ist die Brücke nun nicht nur eine sichere Überquerung, sondern auch ein Zeichen dafür, dass mit Sorgfalt und Engagement altes Handwerk am Leben gehalten werden kann.