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Am Dienstag, dem 2. März 2026, kam es zu einem gefährlichen Vorfall am Allgäu Airport in Memmingen. Um 20.45 Uhr meldete der Tower des Flughafens einen Laserangriff auf einen Piloten eines Privatflugzeugs. Ein unbekannter Täter zielte zweimal mit einem grünen Laser auf das Flugzeug, während es sich im Testflug befand. Glücklicherweise blieben die beiden Piloten unverletzt und konnten die Maschine sicher landen. Die Fahndungsmaßnahmen nach dem Täter, der sich in der Gemeinde Hawangen aufgehalten haben soll, blieben jedoch erfolglos. Die Grenzpolizeiinspektion Memmingen hat die Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr aufgenommen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08331/1000 zu melden, um mögliche Hinweise zu geben (Schwäbische Zeitung).

Dieser Vorfall ist nicht der erste seiner Art am Flughafen Memmingen. In der Vergangenheit wurde die Polizei bereits mit ähnlichen Fällen konfrontiert. So gab es unter anderem auch Berichte über gefährliche Gegenstände, die bei Sicherheitskontrollen entdeckt wurden, sowie über Schulschwänzer während der Faschingsferien. Der Flughafen Memmingen plant zudem eine Erweiterung seines Streckennetzes auf 53 Ziele zwischen Ende März und Ende Oktober 2026, was eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Sicherheit im Luftraum erforderlich macht. Ryanair und WizzAir sind die Hauptanbieter, wobei WizzAir 24 Ziele in Ost- und Südosteuropa bedient und Ryanair vier Maschinen am Flughafen stationiert hat (Allgäuer Zeitung).

Gefahren durch Laserpointer-Angriffe

Die Problematik der Laserpointer-Angriffe auf Flugzeuge ist ein ernst zu nehmendes Thema. Die Zahl solcher Vorfälle in Baden-Württemberg hat in den letzten Jahren zugenommen. Während 2023 noch 22 Fälle registriert wurden, stieg die Zahl 2024 bereits auf 31. Besonders betroffen ist der Luftraum um den Flughafen Stuttgart, doch auch andere Flughäfen, wie Memmingen, sind nicht gefeit vor diesen gefährlichen Aktionen. Laserlicht, insbesondere in den Farben grün oder gelb, kann bei Piloten zu visuellen Störungen führen, wie Blendung oder kurzfristiger „Flash Blindness“. Diese Ablenkungen können in kritischen Momenten, wie beim Start oder der Landung, fatale Folgen haben (Aero International).

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Das Verkehrsministerium hat den Anstieg der Laserangriffe als alarmierend eingestuft und fordert ein koordiniertes Vorgehen zur Bekämpfung dieses Trends. Mögliche Maßnahmen umfassen stärkere Strafverfolgung, Aufklärungskampagnen in der Nähe von Flughäfen und technische Systeme zur Überwachung solcher Angriffe. In anderen Ländern gibt es bereits klare Regelungen, um die Gefahren durch Laserpointer zu minimieren, wie beispielsweise in Australien, wo der Besitz ohne Genehmigung verboten ist.