Im malerischen Hafenlohrtal setzen Schülerinnen und Schüler der FOSBOS Aschaffenburg ihre Hände an die frische Luft, um die wunderschöne Bachauenlandschaft aktiv zu pflegen. Ziel ist es, die Artenvielfalt im Naturpark Spessart zu stärken, und das Ergebnis kann sich sehen lassen! In enger Kooperation mit dem Naturparkverein aus Gemünden haben die Schüler unter Leitung von Lehrer Andreas Reble Mitte Oktober und Anfang November 2025 handfest mitgearbeitet. Ihre Anstrengungen wurden sogar mit dem Sonderpreis der Klimaschule Bayern ausgezeichnet, was ein echtes Highlight ist!
Die Bachauen im Hafenlohrtal bilden nicht nur ein wunderschönes Stück Natur, sondern sind auch wahre Hotspots der Biodiversität. Hier haben Neuntöter, Libellen und Frösche ideale Lebensbedingungen. Ein besonderes Highlight der Aktion war der Kontakt mit der ansässigen Wasserbüffelherde. Diese Tiere gestalten aktiv das Landschaftsbild und sorgen mit ihrem Fressverhalten für ein abwechslungsreiches Vegetationsmosaik, das vielen Tieren und Pflanzen zugutekommt. Besonders der Dung der Wasserbüffel ist von Bedeutung, da er zahlreiche Insekten anzieht, die wiederum eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und Fledermäuse darstellen.
Die Herausforderung der Offenlandpflege
Christian Salomon und Sabrina Jochum, die Gebietsbetreuer, unterstrichen während der Aktion die Notwendigkeit der Offenlandpflege. Ohne regelmäßige Pflege würden unter anderem Brombeeren und junge Bäume die Flächen überwuchern und wertvolle Lebensräume gefährden. Die Schülerinnen und Schüler entfernten erfolgreich Gebüsche und Jungbäume, um der Natur ein Stück ihres früheren Lebensraums zurückzugeben.
Das Projekt der Wasserbüffel selbst ist kein Neuland – seit 2009 wird hier ein Beweidungsprojekt umgesetzt, das vor 15 Jahren initiiert wurde. Die Wasserbüffel sind somit nicht nur Tiere, sondern wichtige Partner im Naturschutz. Von den positiven Auswirkungen der Beweidung konnten sich auch die bayerischen Biodiversitätsberater überzeugen, die die Weiden unter die Lupe nahmen.
Ein feines Fest für die Natur
Zusätzlich zur praktischen Pflege gab es ein feines Grillfest, bei dem Weidelamm-, Wasserbüffel- und Wildschweinbratwürste sowie Getränke vom Sodenthaler Mineralbrunnen serviert wurden. Dies verdeutlichte auf schmackhafte Weise, dass Naturschutzflächen nicht nur lebenswichtige Ökosysteme bereithalten, sondern auch hochwertige Lebensmittel produzieren können.
Ein Ausblick auf die nächsten Monate zeigt, dass auch Schülerinnen und Schüler des Lohrer Gymnasiums eine Gelegenheit haben werden, die Weideflächen zu besuchen und ihr Wissen über die hiesige Flora und Fauna zu vertiefen. Wer interessiert ist, kann sich für die „Gummistiefel-Exkursion“ am 17. Mai anmelden, bei der die wunderbare Natur des Hafenlohrtals hautnah erlebt werden kann. Bis zu 300 Besucher kommen jährlich in diese Region, die sich nicht nur für Naturliebhaber lohnt!
Die Aufwertung der Lebensräume, die durch die Beweidung der Wasserbüffel gefördert werden, ist ein Paradebeispiel dafür, wie Naturschutz aktiv gestaltet werden kann. Während die Schritte im Hafenlohrtal sowohl Umweltbildung als auch Genuss miteinander verbinden, trägt das Projekt zur Erhaltung einer einmaligen Landschaft im Spessart bei. Für eine florierende Natur und das Wohlergehen der kommenden Generationen ist hier ein gutes Händchen gefragt!
Für weitere Informationen zu den Wasserbüffeln und deren Einsatz im Naturpark Spessart, können Interessierte gerne die Seiten der meine-news.de, ANL Bayern sowie Naturpark Spessart besuchen.