Die kalte Jahreszeit bringt frischen Schwung in die Papiermühle Homburg. Nachdem die traditionelle Museumssaison Ende Oktober zu Ende ging, hat das Museum am 16. November 2025 mit einem neuen Format namens „ZwischenZeit“ die Tore geöffnet. Damit ist die Zeit zwischen November und April nicht mehr trist und leer, sondern voller spannender Veranstaltungen, die unter der Schirmherrschaft des Landkreises Main-Spessart stehen, wie Main-Spessart berichtet.
Am ersten Veranstaltungstag fanden sich rund 30 Interessierte in der Papierscheune ein. Nach der herzlichen Begrüßung durch den Museumsleiter Johannes Follmer hielt Carl-Michael Heüveldop, ein internationaler Berater, einen informativen Vortrag über Hochsicherheitspapier. Er erklärte auf eindrucksvolle Weise, wie Geldscheine und Ausweisdokumente ab der Papierfaser geschützt sind. Wussten Sie, dass es rund 35 Sicherheitsmerkmale gibt, von denen einige nur unter speziellem Licht sichtbar werden? Diese sind wichtig, um die Fälschungssicherheit zu gewährleisten und sie werden oft nur einem kleinen Kreis von Mitarbeitern bekanntgegeben.
Die Welt der Sicherheitspapiere
Sicherheitspapiere sind keineswegs nur für die Produktion von Geldscheinen relevant. Sie werden auch für Pässe, Identitätskarten und wichtige Dokumente wie Wertpapiere verwendet, wie die Wikipedia festhält. Besonders spannend ist, dass Sicherheitspapiere in ihrer Herstellung und den verwendeten Materialien teils erheblich von herkömmlichen Papieren abweichen. So bestehen Banknotenpapiere meist aus 90 Prozent Baumwolle oder anderen Pflanzenfasern, um die nötige Stabilität und Haltbarkeit zu gewährleisten.
Heüveldop befasste sich in seinem Vortrag auch mit dem „Ökosystem“ der Dokumentennutzung und -prüfung, welches von großem Interesse für Sicherheitsbehörden und Banken ist. An Flughäfen und bei Kontrollen durch die Bundesbank finden spezielle Prüfungen statt, die auf diese Merkmale zurückgreifen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Branche für Sicherheitspapiere boomen könnte – weltweit werden schätzungsweise 140.000 Jahrestonnen produziert.
Einladung zur nächsten Veranstaltung
Nach dem Vortrag ergab sich eine lebhafte Fragerunde, die länger dauerte als gedacht – das Interesse war offensichtlich groß! Wer das weihnachtliche Ambiente der Papiermühle Homburg erleben möchte, hat am 14. Dezember ab 15 Uhr die Gelegenheit dazu. Die Veranstaltung „Stille Nacht“ bietet nicht nur Glühwein und Bratwurst, sondern erinnert auch an die Stilllegung der Papierproduktion, die vor 50 Jahren im Dezember 1975 stattfand. Ein freier Eintritt macht das Ganze zu einem unvergesslichen Erlebnis für die ganze Familie.
Für alle weiteren Informationen zur Papiermühle und dem Programm der „ZwischenZeit“ lohnt sich ein Blick auf die Website www.papiermuehle-homburg.de. Hier finden sich aktuelle Angebote und Veranstaltungshinweise, die garantiert für jeden etwas dabei haben.