Im Herzen des Spessarts wird intensiv an der Sicherung der wertvollen Biodiversität gearbeitet. Die Vorstandschaft der Freunde des Spessarts hat kürzlich betont, dass die Stabilität der Wälder und das Umweltklima nicht nur von wirtschaftlichem Nutzen, insbesondere als Holzlieferant, geprägt sind. Es liegt den Initiatoren vielmehr am Herzen, die Schätze der Region zu bewahren und zu schützen.

Bürgermeister Christian Holzemer aus Frammersbach hat die Bemühungen um die Schaffung eines Biosphärenreservats nachdrücklich unterstützt. Dies geschieht nicht nur in seinem Sinne, sondern auch als Stimme für viele andere Bürgermeister und Bürgermeisterinnen aus dem Spessart, die sich mit ihm für den Erhalt der faszinierenden Landschaft starkmachen. Die organisatorische und fachliche Zusammenarbeit wird von Sebastian Kühl, dem Referatsleiter im Landratsamt Main-Spessart, geleitet.

Ein wertvoller Bildband

Eine feierliche Übergabe stand kürzlich auf dem Programm: Bernd Kempf und Heidi Wright, die Vorsitzenden der Freunde des Spessarts, überreichten Bürgermeister Holzemer und Sebastian Kühl einen eindrucksvollen Bildband der Gebrüder Kunkel. Dieser zeigt nicht nur die naturschönen Wunder des Spessarts, sondern unterstützt auch die argumentativen Bemühungen um die Notwendigkeit weiterer Schutzgebiete in der Region. Das Geschenk wird auch allen Bürgermeister und Bürgermeisterinnen sowie Bibliotheken in den Spessartgemeinden angeboten, sodass das Bewusstsein für die lokale Naturgeneration weiter gestärkt wird.

Der Naturpark Spessart, der über rund 2.450 km² verteilt ist, zählt zu den größten Laubmischwaldgebieten Mitteleuropas. Er umfasst insgesamt 70 Prozent Waldfläche und begeistert etwa 450.000 Bewohner in den umliegenden Landkreisen Aschaffenburg, Miltenberg, Main-Kinzig und Main-Spessart. Hier ist der biologische Reichtum der Wälder von immeasurablem Wert.

Besonderheiten des Naturparks

Aus den Anfängen in den 1950er Jahren, als ungenehmigte Ferien- und Wochenendhäuser die Landschaft bedrohten, entwickelte sich der Naturpark, der 1960 als erstes seiner Art in Bayern anerkannt wurde. Auch heute sind zahlreiche Initiativen aktiv, um das Bewusstsein für Umweltbildung zu fördern und neue Naturschutzgebiete einzurichten. In den letzten Jahrzehnten hat der Naturpark zunehmend auf nachhaltige regionale Entwicklung und länderübergreifende Zusammenarbeit gesetzt.

Für die Biodiversität im Wald sind spezielle Schutzmaßnahmen von großer Bedeutung. Besonders Waldschutzgebiete fördern die Artenvielfalt und unterstützen die natürliche Entwicklung von Wäldern. Informationen zur Entwicklung und Umsetzung solcher Schutzmaßnahmen fließen in wissenschaftliche Studien und Naturschutzkonzepte ein, wie die FVA BW zu erläutern weiß. So werden in den Maßnahmen auch gezielt die spezifischen Bedürfnisse der verschiedenen Waldarten berücksichtigt.

Der gemeinsame Effort der Gemeinden, unterstützt von aktiven Umweltschützern und Wissenschaftlern, zeigt Wirkung und erhält die Schönheit sowie Funktionalität dieser einzigartigen Landschaft. In einer Zeit, in der der Natur- und Klimaschutz mehr denn je im Fokus steht, sind die laufenden Bestrebungen um ein Biosphärenreservat Spessart sowohl ein Signal als auch eine Notwendigkeit für kommende Generationen.