In Landshut stehen die Zeichen auf Begrünung. Die Wählervereinigung ZUKUNFT Landshut (ZL) hat es sich zur Aufgabe gemacht, konkrete Möglichkeiten zur Stadtbegrünung vorzustellen. Am Donnerstag, dem 26. Februar um 19 Uhr, sind alle interessierten Bürger eingeladen, sich in der Tafernwirtschaft Schönbrunn zu informieren und auszutauschen. Hier wird Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Helmut Wartner einen Vortrag über die Chancen und Herausforderungen der Stadtbegrünung halten. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zu einem offenen Dialog mit Wartner, den ZL-Stadtratskandidat*innen und Oberbürgermeisterkandidat Norbert Hoffmann. Christian Pöhner, der Vorsitzende von ZL, freut sich auf eine rege Diskussion über die zukünftige Begrünung der Innenstadt in Landshut. Weitere Informationen finden sich in einem Artikel der Regio aktuell 24.

Die Stadt Landshut hat zudem mit der Initiative „KUNIbert – Bürger bringen Grün ins Grau“ ein weiteres spannendes Projekt ins Leben gerufen. Hierbei können Bürger öffentliche Flächen wie Grünstreifen, Seitenstreifen oder Baumscheiben bepflanzen und verwalten. Die Initiative zielt nicht nur auf die Verschönerung des Stadtbildes ab, sondern fördert auch den Klimaschutz, Umweltschutz, Naturschutz und Insektenschutz. Interessierte Bürger können eine Lagebeschreibung und ein Foto der gewünschten Fläche per E-Mail an kunibert@landshut.de senden. Nach der Bestätigung durch die Stadt kann das Gärtnern beginnen. Besonders attraktiv ist, dass die ersten fünf Angemeldeten ein Sachbuch über heimische Wildbienen und Blühpflanzen erhalten. Die Stadtbüchereien bieten zudem Schaukästen mit Informationen und Literaturvorschlägen an. Unterstützung kommt von mehreren städtischen Fachstellen, darunter das Klimaschutzmanagement, das Stadtgartenamt und die Umweltstation. Weitere Details sind auf der Webseite der Stadt Landshut zu finden.

Die Bedeutung urbaner Begrünung

Die Notwendigkeit für mehr Grün in unseren Städten wird durch den Klimawandel immer drängender. Höhere Maximal- und Durchschnittstemperaturen, bedingt durch den Bebauungs- und Versiegelungsgrad, stellen eine große Herausforderung dar. Städte kämpfen mit Hitze, Trockenheit und starkem Regen. Daher sind Maßnahmen wie Dach- und Fassadenbegrünungen kostengünstige Möglichkeiten, um sich an die klimatischen Veränderungen anzupassen. Grünflächen sind nicht nur für die Erholung der Bürger wichtig, sondern sie verbessern auch die Lebensqualität und schützen vor Überschwemmungen.

Eine nachhaltige Stadtentwicklung sollte darauf abzielen, möglichst wenig Versiegelung zuzulassen, um die Hitzebelastung zu reduzieren und die Luftqualität zu verbessern. Urbanes Gärtnern, wie es in Projekten wie den Prinzessinnengärten in Berlin Kreuzberg praktiziert wird, trägt erheblich zur Verbesserung des Stadtklimas bei. Die Kaltluftbahnen sollten bei kommunalen Planungen freigehalten werden, um kühle Luft in die Stadt zu leiten. Auch Stadtumbaumaßnahmen können neue Kaltluftbahnen schaffen, während geschlossene Höfe durch schattenspendende Gebäude, Bäume oder Fassadenbegrünungen kühl gehalten werden können. Weitere Informationen zu diesen Themen findet man auf der Webseite des Umweltbundesamtes.