In Landshut bahnt sich eine dramatische Wende für die regionale Landwirtschaft an. Der Schlachthof, der als einer der modernsten in Bayern gilt und eine Kapazität von bis zu 21.000 Schweinen pro Woche hat, steht vor seiner endgültigen Schließung. Dies wurde am 12. November 2025 von der Erzeugergemeinschaft Südbayern bekannt gegeben. Der Schlachtbetrieb wird voraussichtlich bis Juli 2026 aufrechterhalten, doch die Aussicht auf eine dauerhafte Schließung sorgt für große Unruhe unter den Landwirten und Schweinehaltern in der Region. CSU berichtet, dass die Entscheidung angesichts der wirtschaftlichen Unrentabilität des Schlachthofs getroffen wurde.
Die Bedeutung des Schlachthofs für die Region kann kaum überschätzt werden. Laut dem Bayerischen Bauernverband (BBV) hat die Schließung nicht nur wirtschaftliche Konsequenzen, sondern kann auch massive strukturelle und emotionale Folgen für die rund 180 Landwirte haben, die an einer Dringlichkeitssitzung teilnahmen. Auch AG ELF Kreis- und Bezirksvorsitzender Michael Hamburger äußerte sich enttäuscht über die Entscheidung und appellierte an die Verantwortlichen, gemeinsam eine tragfähige Lösung zu finden, die Tierwohl, Wirtschaftlichkeit und regionale Wertschöpfung vereint. Bayerischer Bauernverband hebt hervor, dass die Schweineerzeugung einen wichtigen Bestandteil der Landwirtschaft im Landkreis Erding und in Südbayern darstellt.
Folgen für die Landwirtschaft und Tierwohl
Die Schließung des Schlachthofs wird weitreichende Folgen haben. Während die Landwirte auf ihre Erzeugnisse angewiesen sind, führen längere Transportwege zu einem erhöhten Stress für die Tiere sowie zu höheren Kosten für die Betriebe. Ein Umzug zu einem anderen Schlachthof, der sich beispielsweise in Vilshofen befindet, bedeutet nicht nur längere Transportzeiten, sondern auch zusätzliche Herausforderungen für die Tierhalter. BBV-Kreisobmann Georg Sachsenhauser warnt eindringlich vor den negativen Auswirkungen auf das Tierwohl und die Nachhaltigkeit in der Region. Zudem werden durch die Schließung rund 120 bis 137 Arbeitsplätze gestrichen, was die wirtschaftliche Basis vieler bäuerlicher Familienbetriebe gefährden könnte.
Der BBV betont die Dringlichkeit, keine endgültige Entscheidung zur Schließung zu treffen, bevor alle möglichen Lösungswege ausschöpft sind. Gemeinsam mit den Schweinehaltern, der NGG-Gewerkschaft und der Politik wird auf den Erhalt des Standorts hingearbeitet. In Anbetracht der angespannten Marktlage und der bestehenden Preisprobleme ist die Lage für die Landwirte aktuell äußerst angespannt.
Mit einem klaren Appell richten sich die Beteiligten an die Politik: Es ist Zeit, aktiv zu werden und den langjährigen Schlachthof in Landshut zu unterstützen, um die regionale Landwirtschaft und die damit verbundene Tradition zu wahren. Die gesamte Region sieht sich nun in der Pflicht, eine Lösung zu finden, die alle Interessen berücksichtigt und die Zukunft der Schweineschlachtung in Landshut sichert.