In Landshut brodelt es vor den bahnbrechenden Wahlen, die am 8. März 2026 stattfinden. Gleich an die zwölf Bewerber*innen für das Oberbürgermeisteramt haben sich aufgestellt und sortieren die Tische für das brandneue Dialogformat „OB-Speed-Talking“, das vom Wirtschafts-Tourismus-Club (WTC) veranstaltet wird. Diese Veranstaltung hat das Ziel, Wähler*innen und Kandidat*innen auf eine persönliche und unverfälschte Art zusammenzubringen und wird am Donnerstag, dem 15. Januar, im Bernlochner Saal über die Bühne gehen. In einem kreativen Setup mit zwölf nummerierten Tischen wird jeder OB-Kandidat*in die Möglichkeit geboten, in acht Minuten mit zehn Personen ins Gespräch zu kommen – das wird ein rasanter Austausch! Die Fragen kommen dabei ausschließlich aus dem Publikum, was den Dialog authentischer gestaltet. Herbert Zelzer, der Ausschusssprecher des WTC, betont, dass der persönliche Kontakt und die Gespräche auf Augenhöhe im Mittelpunkt stehen.
Mit einer Einlasszeit von 17.30 Uhr und dem offiziellen Beginn um 18.30 Uhr steht einem spannenden Abend, der um 22 Uhr mit einem Get-Together ausklingen soll, nichts im Wege. Obwohl es während der Veranstaltung keine Speisen geben wird, darf sich aufs Trinken gefreut werden. Unter den circa 120 Platzangeboten sind die meisten für WTC-Mitglieder reserviert, aber auch alle Interessierten haben die Chance, sich über ein Gewinnspiel um einen der etwa 40 verfügbaren Plätze zu bewerben.
Die politischen Akteure
Wer sind nun aber die um die Gunst der Wähler*innen kämpfenden Kandidat*innen? Die politische Landschaft wird stark durch den aktuellen Oberbürgermeister Alexander Putz geprägt, der nach 11. Mai 2023 als Mitglied der CSU nicht erneut antreten wird. Unter den nominierten Kandidat*innen finden sich einige bekannte Gesichter: Dr. Thomas Haslinger (38) als Vertreter der CSU, Christoph Rabl (52) von den Grünen und Heiko Helmbrecht (55) von der ÖDP. Auch neue Gruppierungen wie „Gemeinsam. Landshut. Gestalten.“ mit Olaf Minet sowie die FDP mit Jürgen Wachter (61) machen auf sich aufmerksam. Die SPD plant, Patricia Steinberger wieder ins Rennen zu schicken, während die Freien Wähler möglicherweise Jutta Widmann als Kandidatin nominieren könnten. Die Linke hingegen plant, Stefan Hemmann (41) ins Rennen zu schicken und die AfD will Günter Straßberger (55) als OB-Kandidaten aufstellen. Zudem wird die Gruppierung „Bürger für Landshut“ ihre eigene Liste präsentieren.
Insgesamt zeichnen sich die Wahlen durch eine Vielzahl an Vorschlägen ab, die zur erhofften hohen Wahlbeteiligung beitragen sollten. Prognosen deuten auf eine Beteiligung an dieser Wahl von über 50 Prozent hin, was einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu den vorherigen Wahlen darstellen könnte. Bei der letzten OB- und Stadtratswahl lag die Wahlbeteiligung bei nur 48% und zuvor bei 39,9% im Jahr 2014. Es wird allgemein erwartet, dass zahlreiche Listen und Kandidat*innen die Wähler*innen mobilisieren. Der politische Wettbewerb ist also intensiv und vielschichtig, was eine interessante Wahlzeit verspricht, bei der die Bürger*innen aktiv partizipieren können.
Die Bedeutung der Wahlbeteiligung
Die Wahlbeteiligung selbst ist ein bedeutsamer Indikator für die politische Partizipation in Deutschland. Und Bayern sticht dabei mit einer hohen Beteiligung von 84,3% hervor, wie aktuelle Statistiken belegen. Wer also in der Wählerwählerschaft diesen Pflichttermin verpasst, dem entgeht nicht nur die Stimme, sondern auch die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung der eigenen Umgebung teilzunehmen. Der demografische Wandel zeigt, dass vor allem ältere Wähler, die 70 Jahre und älter sind, einen großen Anteil an den Wahlbeteiligten stellen – auch wenn ihre Beteiligung im Vergleich zu anderen Altersgruppen tendenziell sinkt. Gerade Jüngere hingegen könnten mit ihrer hohen Wahlbeteiligung von 78,8% einen wichtigen Einfluss auf das Ergebnis haben.
In diesem Sinne: Wer also am 15. Januar die Möglichkeit hat, beim „OB-Speed-Talking“ vorbeizuschauen, der sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen! Hier werden die Weichen für die Zukunft von Landshut gestellt und jede Stimme zählt. Wer sich also für die Stadt und ihre Entwicklung interessiert, der ist herzlich eingeladen!