Rund 300 SPD-Delegierte haben sich bei dem ordentlichen Landesparteitag in Landshut versammelt, um die Zukunft der Bayern-SPD zu diskutieren. Angesichts von aktuellen Umfragen, die die Partei bei etwa 8 Prozent sehen, gilt es, mit frischen Ideen aus dem Stimmungstief zu kommen. Was macht die Partei, um wieder auf Kurs zu kommen? Der Parteitag hat sich zum Ziel gesetzt, neues Spitzenpersonal, ein Zukunftsprogramm sowie kommunalpolitische Leitlinien zu entwickeln, um die soziale Demokratie im Freistaat zu stärken.

Die bevorstehenden Kommunalwahlen im Frühjahr 2026 werfen bereits ihre Schatten voraus: Hier wird die Bayern-SPD etwa 200 Bürgermeisterposten verteidigen müssen. Aktuell hat die Partei im Landtag 17 Abgeordnete und stellt die kleinste Oppositionsfraktion. Wichtig ist es daher für die Bayern-SPD, ihre relative Stärke in Städten und Gemeinden zu halten. Momentan sind 19 Oberbürgermeister von der SPD gestellt, darunter große Städte wie München, Regensburg und Bamberg.

Neues Führungsteam in Sicht

Auf dem Parteitag steht Ronja Endres erneut zur Wahl als Vorsitzende in einer Doppelspitze mit Sebastian Roloff. Endres führt den Landesverband seit dem Rückzug von Florian von Brunn alleine und wird für ihre engagierte Arbeit geschätzt. Ihr Einsatz für Arbeitnehmer*innen und deren Belange in der sozial-ökologischen Transformation sorgt für Aufsehen. Sie glaubt fest daran, dass die Sozialdemokratie Antworten auf die aktuellen Herausforderungen bieten kann – seien es Krisenbewältigung oder die Fragen rund um den Klimawandel.

Veränderungen gibt es auch im Generalsekretariat: Kathrin Pollack kandidiert als SPD-Generalsekretärin, ihr Stellvertreter soll Uwe Kirschstein werden. Die bisherigen Amtsinhaber, Ruth Müller und Nasser Achmed, ziehen sich zurück und verfolgen neue Ziele. Müller strebt das Amt der Landrätin in Landshut an, während Achmed für das Oberbürgermeisteramt in Nürnberg kandidiert. Hier zeigt sich, dass Veränderungen nicht nur auf der Führungsebene, sondern auch in den jeweiligen Regionen angestoßen werden sollen.

Fokus auf die Zukunft

Mit einem starken Fokus auf aktuelle Themen wie Krisenbewältigung, neue Arbeitswelten und sichere Arbeitsplätze zeigt die Bayern-SPD, dass sie die sozial-ökologische Transformation ernst nimmt. Ronja Endres und ihr Team forcieren ein sozial gerechtes und nachhaltiges Bayern, wobei der Anspruch besteht, die Partei wieder in eine zukunftsfähige Richtung zu entwickeln. Die bayerische Sozialdemokratie hat viel vor und die nächsten Schritte am Parteitag sind entscheidend.

Insgesamt wird die kommenden Zeit für die Bayern-SPD entscheidend sein, um sich zu etablieren und die Wähler:innen zurückzugewinnen. Die Versammlung in Landshut könnte der Anfang von einem neuen Kapitel für die Partei sein, das mit frischem Mut und ehrgeizigen Plänen gefüllt ist. Insbesondere die Rückschläge der letzten Jahre machen deutlich, dass hier „da liegt was an“ und es Zeit ist, neue Wege zu beschreiten. Bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklungen in den nächsten Monaten gestalten werden.

Weitere Informationen zur engagierten Arbeit von Ronja Endres finden Sie auf ihrer Webseite.