Am Donnerstag, dem 20.02.2026, sorgten winterliche Straßenverhältnisse im Landkreis Landsberg für ein besorgniserregendes Aufeinandertreffen von Fahrzeugen. Insgesamt kam es zu 20 Verkehrsunfällen, bei denen fünf Personen verletzt wurden. Vier erlitten leichte und eine Person schwere Verletzungen. Der Sachschaden wird auf rund 150.000 Euro geschätzt. Die Unfälle ereigneten sich überwiegend zwischen 14 Uhr und den Nachtstunden, wobei als Hauptursache die nicht angepasste Geschwindigkeit auf winterglatten Fahrbahnen identifiziert wurde. In vielen Fällen wurden Bußgeldverfahren gegen die Unfallverursacher eingeleitet, was die Ernsthaftigkeit der Situation unterstreicht. Details zu den Vorfällen sind unter anderem hier zu finden.
Ein besonders schwerer Unfall ereignete sich auf der B17 bei Denklingen, als eine 58-jährige Autofahrerin während eines Überholmanövers auf einer verschneiten Fahrbahn die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. Ihr Auto rutschte in den Gegenverkehr, wo es zu einer Kollision mit einem 47-jährigen Pkw-Fahrer kam, der nicht ausweichen konnte. Der Sachschaden beläuft sich hier auf etwa 42.000 Euro, und gegen die Fahrerin wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Ein weiterer Vorfall fand zwischen Kaufering und Landsberg statt, wo ein 59-jähriger Autofahrer auf einer schneebedeckten Straße ins Schleudern geriet, jedoch ohne Verletzte, dafür aber mit einem Sachschaden von rund 15.000 Euro.
Winterliche Straßenverhältnisse und ihre Folgen
Die winterlichen Verhältnisse in der Region sind nicht nur am Donnerstag ein Thema gewesen. Bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag brachte starker Schneefall die Straßen im Landkreis Landsberg zum Rutschen. Glätte am Morgen und Regen am Vormittag führten dazu, dass die Räum- und Streudienste ab Sonntagmittag im Einsatz waren, um die Gefahr zu minimieren. Dennoch kam es zu sieben weiteren Verkehrsunfällen im Dienstbereich der Polizeiinspektion Landsberg, bei denen vier Personen verletzt wurden, darunter auch drei alleinbeteiligte Radfahrer.
Eine Meldung der Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck zeigt, dass die winterlichen Bedingungen auch auf der A96 bei Landsberg zu elf Verkehrsunfällen führten. Hierbei gerieten sieben Fahrzeugführer ins Schleudern und kollidierten mit Leitplanken. Glücklicherweise blieben die meisten Beteiligten unverletzt, jedoch wurden zwei Personen vorsorglich ins Klinikum gebracht und später wieder entlassen. Die häufigsten Unfälle traten insbesondere zwischen Dachau/Fürstenfeldbruck bis Odelzhausen und auf der A96 auf.
Wetterbedingungen und Verkehrssicherheit
Die aktuellen Ereignisse stellen einen klaren Beweis dar, wie stark Wetterbedingungen die Verkehrssicherheit beeinflussen können. Laut dem Umweltbundesamt hängt das Unfallgeschehen in Deutschland von verschiedenen Faktoren ab, zu denen auch das Wetter gehört. Insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten steigen die Unfallzahlen aufgrund von Schnee, Eis und Regen. Es zeigt sich, dass Verkehrsteilnehmende bei schlechten Witterungsbedingungen zwar ihre Geschwindigkeit anpassen, jedoch die Gefahr von Unfällen nicht vollständig beseitigt werden kann.
Statistische Auswertungen belegen, dass winterliche Straßenverhältnisse im Jahr 2010 zu mehr Unfällen mit Personenschaden führten, während insgesamt weniger Unfälle mit Personenschaden stattfanden. Dies könnte darauf hindeuten, dass trotz der erhöhten Unfallzahlen in der kalten Jahreszeit, die Verkehrsteilnehmenden bewusster handeln und Risiken minimieren. Dennoch bleibt die Verantwortung für die Einhaltung von Warnhinweisen und das angepasste Fahren ein zentrales Thema, das nicht vernachlässigt werden darf.
Insgesamt ist es entscheidend, dass sowohl die Verkehrsinfrastruktur als auch das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden an die sich verändernden klimatischen Bedingungen angepasst werden. Das Forschungsprogramm „Adaptation der Straßenverkehrsinfrastruktur an den Klimawandel (AdSVIS)“ wurde ins Leben gerufen, um Klimarisiken zu ermitteln und präventive Maßnahmen zu entwickeln.